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Komprimierte Liveversion

Wiener Festwochen finden auch real statt – mit 15 Produktionen

Intendant Christophe Slagmuylder.
Intendant Christophe Slagmuylder.(c) APA/HANS KLAUS TECHT
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Am 26. 8. beginnt mit De Keersmaeker eine „komprimierte Liveversion“.

Sie war bereits abgesagt, die heurige Ausgabe der Wiener Festwochen, die für 15. Mai bis 21. Juni programmiert war. Intendant Christophe Slagmuylder gab stattdessen online kleine Einblicke in das Programm, das zu sehen gewesen wäre. Nun steht fest, dass die Festwochen heuer doch noch real zu erleben sein werden: in einer „komprimierten Liveversion“, die ab 26. August für einen Monat unter dem Titel „Festwochen 2020 reframed“ stattfindet.

Die meisten für 2020 geplanten Uraufführungen wurden bereits auf 2021 verschoben, einige Programmpunkte werden nun aber doch vorgezogen: Gleich in den ersten Tagen des Festivals wird etwa die renommierte belgische Choreografin Anne Teresa De Keersmaeker mit ihrer Interpretation von Bachs „Goldberg Variationen“ im Museumsquartier zu Gast sein; William Forsythe amalgamiert am 9., 10. und 11. September mit „A Quiet Evening of Dance“ alte und neue Werke. Marlene Monteiro Freitas bringt ab 3. September ihre neue Produktion „Mal – Embriaguez Divina“.

Düster ist das Theaterprogramm: Philippe Quesne imaginiert in „Farm Fatale“ mit arbeitslos gewordenen Vogelscheuchen eine posthumane Zukunft; Boris Nikitin behandelt in „Versuch über das Sterben“ den Tod seines Vaters. Der Chilene Guillermo Calderon erzählt in „Dragon“ von politisch aktiven Kunstschaffenden. Auch an den Jahresregenten, Beethoven, ist gedacht: In „Bust Talk mit Ludwig van Beethoven“ spricht Thomas Geiger am 12. 9. vor dem Konzerthaus mit dessen Büste. Insgesamt sind 15 Produktionen zu sehen, der Kartenvorverkauf beginnt am 27. Juli. (APA/red.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.06.2020)