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Neue Restriktionen

In Israel rollt eine zweite Coronawelle an

In Tel Aviv wird längst wieder gefeiert. Die Schranken fallen – und damit auch die Masken. In den Urlaubsorten am Roten Meer und am See Genezareth, an den Stränden und in den Schulen steigen die Corona-Zahlen sprunghaft an. Und die Geldstrafen schrecken kaum jemanden ab.
In Tel Aviv wird längst wieder gefeiert. Die Schranken fallen – und damit auch die Masken. In den Urlaubsorten am Roten Meer und am See Genezareth, an den Stränden und in den Schulen steigen die Corona-Zahlen sprunghaft an. Und die Geldstrafen schrecken kaum jemanden ab.(c) REUTERS (AMIR COHEN)
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Das ehemalige Musterland verzeichnet neue Rekordwerte und verschärft die Gegenmaßnahmen. Viele Israelis nehmen die Bedrohung offenbar nicht mehr ernst genug. Sie fürchten eher die ökonomischen Folgen als die Seuche.

Tel Aviv. Vor Kurzem noch galt Israel als Vorbild im Kampf gegen Corona: In einem Ranking der Analyseagentur Deep Knowledge Group, die Länder nach ihren Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz vor dem Virus bewertete, rangierte Israel im April auf dem ersten Platz. Mithilfe früher Reisebeschränkungen, strenger Ausgangssperren und Technologie zur Verfolgung von Infektionsketten konnte der kleine Staat die Ausbreitung des Virus vergleichsweise erfolgreich eindämmen: Mit 3,43 coronabedingten Todesfällen auf 100.000 Einwohner liegt Israel weit hinter vielen westlichen Ländern wie etwa Spanien (61), den USA (37) oder Deutschland (11).