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Leitartikel

Ein herber Biss in den faulen Steuer-Apfel

FILES-IRELAND-EU-TAXATION-APPLE
APA/AFP/LIONEL BONAVENTURE
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Die bittere Erkenntnis aus dem Urteil zur Apple-Besteuerung: Wir gehen in ein digitales Zeitalter, ohne die steuerlichen Instrumente dafür zu haben.

Die Sache klingt reichlich kurios: Die EU-Kommission fordert Irland auf, dem US-Konzern Apple eine Nachzahlung von 13 Mrd. Euro wegen zu wenig bezahlter Unternehmenssteuern aufzubrummen. Worauf die Regierung in Dublin klagt. Nein, nicht Apple, sondern die EU-Kommission. Und vom in der Steueroase Luxemburg angesiedelten Gericht der Europäischen Union (EuG) auch recht bekommt. Eine herbe Ohrfeige für die Kommission und deren Bestrebungen, steuerschonende Gewinnverschiebungen von internationalen Digitalkonzernen in Steueroasen abzustellen.