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Einschätzung

Chancen für den Hotelinvestmentmarkt

Trotz coronabedingtem Stillstand, könnte sich der Markt erholen und das Segment Ferienhotels von der Krise profitieren.

Hoteliers durchlaufen gerade schwere Zeiten. Städtehotels fehlen internationale Kongressteilnehmer, Ferienhotels in B- und C-Lagen mangelt es vor allem an Touristen.

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Die Folgen spiegeln sich im Hoteltransaktionsvolumen wieder, das im ersten Halbjahr 2020 durch die Auswirkungen von Covid-19 deutlich zurückgegangen ist.

Nach dem Rekordjahr 2019 mit einem Volumen von rund 1,25 Milliarden Euro war vor allem das zweite Quartal von Stillstand geprägt, analysiert der Hotelimmobilienexperte Christie & Co. Das könnte sich jedoch bereits in der zweiten Jahreshälfte ändern.

„Durch die langsame Rückkehr zur Normalität, vor allem durch Inlandstourismus und die Grenzöffnungen zum wichtigsten Herkunftsmarkt Deutschland, ist für die Sommersaison in den Ferienregionen eine Entspannung am Markt zu erkennen, die auch auf die Investoren abfärbt“, schätzt Lukas Hochedlinger, Managing Director Central & Northern Europe bei Christie & Co, die Lage ein. 

Die Krise könnte positive Auswirkungen auf das Investmentprodukt Hotellerie haben: Einerseits sei eine Bereinigung im Markt erkennbar, die nicht mehr zeitgemäße oder marktkonforme Betriebe zum Handeln zwinge, etwa durch Neupositionierung oder Renovierung. Andererseits könnten Ferienhotels als Investmentprodukt an Bedeutung gewinnen und die Lücke zur Stadthotellerie zumindest teilweise füllen.