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Baseball

„United For Change“: Erster Wurf gegen Rassismus

Corona-Experte Anthony Fauci.
Corona-Experte Anthony Fauci.(c) USA TODAY Sports (Geoff Burke)
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Profis knieten zum Saisonauftakt, Diskussionen über Namensänderungen halten an. Anthony Fauci erhielt die Ehre des ersten Pitchs.

Washington. In den ersten Partien der um Monate verzögerten US-Profiliga MLB haben auch die Baseball-Teams mit Gesten gegen Rassismus protestiert. Fast geschlossen gingen die Spieler vor dem Beginn der jeweiligen Partien auf die Knie. Zahlreiche Spieler hatten einen oder zwei Aufnäher auf dem Ärmel, auf denen „Black Lives Matter“ (Schwarze Leben zählen) und „United For Change“ (Vereint für den Wandel) stand.

Vor der Niederlage von Titelverteidiger Washington Nationals gegen die New York Yankees standen die Profis für die Nationalhymne wieder auf. In Los Angeles beim Duell der Dodgers gegen die San Francisco Giants knieten einige Spieler aus beiden Teams auch während der Hymne. In den Stadien wird wegen der Coronakrise ohne Zuschauer gespielt.

 

Trump kommt erst am 15. August

Football-Profi Colin Kaepernick hatte 2016 mit dem Kniefall während der Hymne gegen Rassismus und Polizeigewalt gegen Afroamerikaner protestiert. Seit dem Tod von George Floyd durch einen weißen Polizisten gibt es landesweit Proteste gegen Rassismus. Zahlreiche Sportler und ihre Ligen haben sich klar positioniert. US-Präsident Donald Trump ist ein großer Kritiker des Kniens während der Hymne und hatte zuletzt angekündigt, Spiele, bei denen dies der Fall ist, nicht mehr anschauen zu wollen.

Vor dem ersten Spiel zwischen den Nationals und den Yankees kündigte Trump an, er werde am 15. August bei einem Heimspiel der Yankees den symbolischen ersten Ball werfen. Diese Ehre war zum Saisonstart dem Corona-Experten Anthony Fauci zuteil geworden. Der 79-jährige Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten machte dabei keine gute Figur und verfehlte den Fänger um mehrere Meter. Im Anschluss verloren die Nationals 1:4.

 

Seit 1915 heißen sie „Indians“

Die Cleveland Indians wollen sich mit Blick auf die angedachte Namensänderung zu Diskussionen mit amerikanischen Ureinwohnern treffen. Das kündigte Club-Besitzer Paul Dolan an, der auch daran festhält, den seit 1915 bestehenden Namen ändern zu wollen.

Dem Beispiel werden andere Teams folgen. Etwa die Washington Redskins (Rothäute, NFL) oder die Edmonton Eskimos aus der kanadischen Football-Liga. (ag)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.07.2020)