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Diese fünf Aktien sind auch im unruhigen Sommer einen Blick wert

Batterietechnologie ist ein großer Trend der Zukunft.
Batterietechnologie ist ein großer Trend der Zukunft.(c) APA/AFP/CHRISTOF STACHE
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Die Börsenrallye dürfte vorerst einmal Pause machen. Die Firmen dieser fünf Aktien aber stehen vor einer großen Entwicklung.

Man würde in der aktuellen Situation am liebsten zu Aktien jener Pharma- und Biotech-Unternehmen raten, die an einem Impfstoff gegen Covid-19 arbeiten. Auf einem solchen nämlich liegt de facto die größte Hoffnung der Welt und damit der Wirtschaft. Dies spiegelt sich sehr anschaulich in der irren Entwicklung wider, die Branchenaktien von Moderna, BionTech oder Novavax in den vergangenen Wochen hingelegt haben. Ob man in sie noch investieren kann? Wenn man Spielgeld hat, vermutlich ja. Und wenn man das Risiko auf alle verteilt. Aber es ist ein Spiel mit der Spekulation, massive Kursverluste nicht ausgeschlossen.

Im Moment ist es auch ohne diesen Kitzel enervierend genug an den Börsen – und zwar selbst mit einem konservativen Investitionsansatz. Ja, langfristig bleiben Aktien die ziemlich attraktivste Anlageform. Aber kurzfristig für den Rest des Sommers? Ziemlich holprig, die Geschichte. Es riecht nach einer Pause von der Rallye. Und auch nach einer Korrektur. Nicht unbedingt ein zweiter Crash – dafür ist zu viel Geld auf dem Markt, und Regierungen sowie Zentralbanken werden bei Bedarf neues bereitstellen. Aber eine Korrektur um zehn, 20 Prozent ist jederzeit möglich.

Gewisse Gewinnmitnahmen fanden diese Woche ja schon statt. Auslöser waren unter anderem erneute Spannungen zwischen den USA und China. Und mit dem Anlaufen der Berichtssaison zeigt sich, dass jegliche Überraschung möglich ist, weil die Unternehmen im Frühjahr ja von Prognosen Abstand genommen haben und die Analysten daher im Dunkeln getappt sind.

Aktuell festzuhalten ist, was JP Morgan in der neuen Markteinschätzung schreibt: „Die Bewertungen erscheinen je nach Markt und Sektor angemessen bis übertrieben; die Chance, zu niedrigen Kursen zu investieren, ist nun weitgehend verpufft. In der Zwischenzeit ist die Risikobereitschaft des Marktes erheblich gestiegen, und sehr hohe Kurse für einige bevorzugte Technologietitel sowie zunehmende spekulative Aktivitäten von Day-Tradern in den USA sind gute Gründe, ein wenig mehr Vorsicht walten zu lassen.“

Wer in den traditionell mauen Sommermonaten nicht Urlaub von der Börse machen will, kann sich die Aktie des schwedischen Netzwerkausrüsters Ericsson (ISIN: SE0000108656) zu Gemüte führen. Seit wir sie Ende 2019 hier besprochen haben, ist sie trotz Corona-Crash gestiegen. Dazu haben dieser Tage gute Quartalszahlen und zwei Hochstufungen durch Goldman Sachs („Conviction Buy List“) und Credit Suisse beigetragen. Die Kursziele ergeben zwar nur noch ein Potenzial von gut zehn Prozent. Aber als Konkurrent von Huawei spielt der Telekomausrüster beim Trend zum neuen Mobilfunkstandard 5G eine führende Rolle.

Twitter (ISIN: US90184L1026) hat am Donnerstag zwar weniger Umsatz vermeldet, aber mit einem deutlichen Nutzeranstieg überrascht. Da besteht weiter Potenzial.

Die Aktie des deutschen Hightech-Konzerns Rheinmetall (ISIN: DE0007030009), die wir hier am 17. Mai besprochen haben und die seither um ein Viertel auf 81 Euro gestiegen ist, hat das Zeug zum dreistelligen Kurs. Das Segment Autozulieferung leidet zwar und beginnt sich eben erst wieder zu erholen, aber die Rüstungssparte ist robust und kompensiert vieles.

Ein Auge auf Varta (ISIN: DE000A0TGJ55) sollte man immer haben. Der deutsche Batterienhersteller, der seine Kapazitäten gerade ausbaut, wird mit Förderungen hofiert, um technologisches Know-how in diesem Zukunftssegment in Deutschland zu forcieren. Die Bank Berenberg hat das Papier, das 95 Euro kostet, auf ihrer Liste der „Mid Cap Top Picks“ mit Kursziel 120 Euro. Und meint, dass Varta schon im August die Prognose erhöhen wird.

Man muss einer Entwicklung nicht krampfhaft hinterherlaufen. Aber der starke Goldpreis dürfte weiter steigen. Als Absicherung bleiben Investitionen in Gold wichtig. Auch in Form von Minen-Aktien. Etwa mit der von Polyus Gold (ISIN: US73181M1172), Russlands größtem Produzenten mit den weltweit zweitgrößten Reserven und den ziemlich niedrigsten Produktionskosten. Steigt der Ölpreis weiter wie vielfach prognostiziert, geht hier noch einiges, obwohl die Aktie schon gut gelaufen ist.