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Erste Group setzt Dividende wegen Coronakrise vorerst aus

(c) REUTERS (Leonhard Foeger)
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Ursprünglich wollte die Erste für das Geschäftsjahr 2019 an die Aktionäre 1,50 Euro je Aktie zahlen. Doch dann kam die Corona-Pandemie.

Die börsennotierte Erste Group schüttet, wie viele andere Banken, 2020 kein Geld an die Aktionäre aus - wegen der Coronakrise. Grund für den Dividendenstopp ist eine dringende Empfehlung der Europäischen Zentralbank: Banken und Versicherungen im Euroraum sollen demnach heuer keine Gewinne ausschütten, die Ausschüttungen laut EZB bis zum 1. Jänner 2021 ausgesetzt bleiben.

Ursprünglich hatte die Erste für das Geschäftsjahr 2019 an die Aktionäre 1,50 Euro je Aktie zahlen wollen, die Ausschüttung wäre im Frühjahr fällig gewesen. Dann kam die Corona-Pandemie, und die zuletzt noch einmal verschärfte Vorgabe der Bankenaufseher, das Geld vorläufig in der Bank zu halten.

In einer Aussendung schrieb die Erste Group am Freitag, man habe eine Dividendenausschüttung für das Jahr 2019 eingeplant und die feste Absicht, nach Aufhebung der aufsichtsrechtlichen Empfehlung bis 1. Jänner 2021 keine Dividenden auszuzahlen, und selbstverständlich in Abhängigkeit von den Wirtschafts- und Geschäftsaussichten, sowohl für das Geschäftsjahr 2019 als auch für 2020 eine Bardividende auszuzahlen.

Geld zur Seite gelegt

Auch die Erste Group legt heuer viel Geld auf die Seite. In den ersten sechs Monaten habe die Bank Vorsorgen von 675 Millionen Euro gebildet. Der Gewinn ist in den vergangenen Monaten deutlich zurückgegangen.

Das Betriebsergebnis sank bis Ende Juni 2020 um 6,2 Prozent auf 1,357,2 Milliarden Euro, der Nettogewinn brach von 731,9 auf 293,8 Millionen Euro ein.

(APA)