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Kinderzeitung

Papas Spielzeug: Nichts für kleine Kinder!

Legos wunderschöne Ducati Panigale passt in dein Zimmer und kostet doch einen Hauch weniger als das Original...
Legos wunderschöne Ducati Panigale passt in dein Zimmer und kostet doch einen Hauch weniger als das Original...Werk
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Lego ist nur für kleine Kinder? Nicht, wenn man mit den bunten Edelsteinen die tollsten Dinge nachbauen kann. Du kannst auch eigene Ideen einreichen!

Je kleiner man ist, desto größer die Vorstellungskraft: Im unbeschwerten Knirpsenalter reichen schon ein paar Handvoll Legosteine, und man kann sich ganze Welten zusammenbauen: Raumschiffe, Raketen, Rennstrecken, Western-Saloons, Tierarztpraxen . . . Aber je größer und älter man wird, desto genauer wird das Abbild der Wirklichkeit gesucht, desto mehr zählen Details und Detailtreue.

Das heißt aber nicht, dass man mit Erreichen höherer Schulstufen das Lego aus der Hand geben müsste. Der dänische Erfinder und Hersteller der bunten Bausteine hält seine Fans mit technisch sehr anspruchsvollen Serien bei der Stange, bei denen auch Ingenieure aller Altersklasse zu kiefeln haben. Bei „Lego Technic“ gibt es Hubschrauber, Kranwagen, sogar einen Schaufelradbagger mit 4100 Teilen und viele andere komplizierte Maschinen, deren Mechanik im Kern wirklichkeitsnah dargestellt ist – und die man natürlich selbst zusammenbauen muss.

Uns hat es gerade ein vergleichsweise zierliches Gefährt angetan, die Ducati Panigale V4 R. Wer Ducati nicht kennt, dem erklärt man die Marke am besten so: Ferrari auf zwei Rädern. Stammt aus Bologna, Italien; meist rot, sauschnell und ebenso teuer. Die Panigale ist Ducatis Spitzenmodell, und die meisten von uns können nur davon träumen, sie in der Garage zu parken. Aber ein Platz auf dem Schreibtisch oder Nachtkastl, das geht sich aus. Mit der Lego-Variante der Panigale: 32 cm lang, 16 cm hoch und acht cm breit, 59,90 Euro teuer. Sie ist das erste Motorradmodell in der Geschichte von „Lego Technic“, das über ein Getriebe verfügt, mit dem verschiedene Geschwindigkeiten und Fahrtechniken simuliert werden können. Weitere Besonderheiten sind die Lenkung und Aufhängung, die eine realistische Bewegung ermöglichen, sowie die Scheibenbremsen vorne und hinten. Seitenständer, Abgasanlage, Windschutzscheibe und Armaturenbrett sind weitere Details, die das Bike so originalgetreu machen. Das Zwei-Gang-Getriebe, das den V4-Motor aktiviert, gibt es bei „Lego Technic“ nur für dieses Modell. Während das Original 221 PS stark ist, fährt die Steinchen-Ducati ebenso schnell, bloß halt mit der Kraft der Vorstellung . . . Und man kann sich nicht wehtun!

Noch etwas Tolles gibt es bei Lego: die Möglichkeit, eigene Ideen zu verwirklichen. Das Portal dafür heißt Lego Ideas und dient als Plattform, um eigene Kreationen herzuzeigen. Bekommst du ausreichend Klicks von Fans, die deine Idee cool finden, schauen sich die Chefs von Lego die Sache genauer an – und machen daraus vielleicht ein Lego-Set, das jeder im Geschäft kaufen kann.

Wir wurden aufmerksam auf die Idee eines gewissen „17BenBricks“ und waren sofort begeistert: Er hat einen Bentley Blower nachgebaut – und beste Chancen, in Legos „Club der 10.000“ aufzusteigen.

Das müssen wir jetzt kurz erklären. Bentley ist eine Automarke aus England und baut besonders teure und edle Autos. Vor fast 100 Jahren fuhr man mit Bentleys auch Rennen. Berühmtestes Modell war der 4 1/2 Liter Blower, obwohl er das 24-Stunden-Rennen von Le Mans nur einmal gewonnen hat, 1928. Davor hatten andere Bentleys das Langstreckenrennen gewonnen, die berühmten „Bentley Boys“ – große, reiche Buben, die im Weltkrieg Kampfflugzeugpiloten waren und später den Nervenkitzel beim Rennfahren suchten – erlebten ihre goldenen Tage. Und jeder wusste, dass Bentleys besondere Autos sind – nicht nur schön und teuer, sondern auch schnell und zuverlässig. Blower bedeutet, dass dieses Modell einen Kompressor besaß.

Wozu man den brauchte? Für mehr PS natürlich! Heute verwendet man stattdessen Turbolader.
Egal, der Lego-Bentley ist wunderschön. Die Idee von „17BenBricks“, wie er sich im Internet nennt, hat bislang knapp 4500 Stimmen eingesammelt. Einige Wochen ist noch Zeit, um die 10.000er-Marke zu erreichen (schau einmal nach unter www.ideas.lego.com, wie es gerade steht!). Das ist die magische Grenze – wer sie mit seiner Idee überspringt, hat beste Chancen, dass daraus wirklich ein Lego-Bausatz wird. Dann stimmen nämlich Legos Spezialisten ab und wählen aus allen im 10.000er-Klub einen Gewinner.

Auf Legos Ideen-Website kannst du dir anschauen, welche Kreationen sonst noch eingereicht wurden – und welche es schon geschafft haben, also im Geschäft zu kaufen sind. Da gibt's nicht nur Autos und Motorräder, sondern auch Burgen, Dörfer, viele schräge Figuren, sogar einen Sushi-Laden. Was wird's bei dir?

Wusstest du schon, dass...

. . . in der dänischen Kleinstadt Billund die größte von weltweit drei Lego-Fabriken steht? In Billund werden jedes Jahr 20 Milliarden Legosteine produziert – das sind 20.000 Millionen! Die anderen Fabriken stehen in Ungarn und in Monterrey, Mexiko.