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Spekulationsstopp

Immo-Erwerb durch ausländische Käufer wird in Wien erschwert

Interessenten werden genau unter die Lupe genommen. Ein Hauptwohnsitz in Wien ist dafür nötig.

Der Vorsitzende der Wiener SPÖ, Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ), hat am Dienstag beim Wahlkampfauftakt seiner Partei angekündigt, eine Spekulationsstopp im Immo-Bereich zu verhängen. Wie das Büro von Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal (SPÖ) der APA mitteilte, soll dazu etwa das bestehende Ausländergrunderwerbsgesetz nachgeschärft werden.

Dieses regle, unter welchen Voraussetzungen Ausländer Grundstücke erwerben können. Eine Genehmigung sei schon jetzt nur dann zu
erteilen, wenn ein volkswirtschaftliches oder soziales Interesse am
Zustandekommen des Geschäfts vorliege, hieß es. Andere öffentliche
Interessen dürften dem nicht entgegenstehen.

Interessenten werden unter die Lupe genommen

Nun werden auch die potenziellen Erwerber näher unter die Lupe
genommen. Damit soll Schachtelkonstruktionen und anderen
Umgehungsgeschäften der Kampf angesagt werden, hielt man fest. Die
Eigentumsverhältnisse der Interessenten sollen umfassend
durchleuchtet werden, wobei hier auch eine Ausweitung auf
juristische Personen, deren Kapital in überwiegend ausländischem
Eigentum sich befindet, geplant ist.

Auch wird verlangt, dass man mindestens fünf Jahre lang in Wien
einen Hauptwohnsitz hatte. In Ausnahmefällen reicht es auch,
nachzuweisen, dass die Immobilie als solcher dienen wird. Weiters
gibt es eine Beschränkung auf ein Grundstück pro Familie.
Ausgeschlossen von einem Kauf sind unter gewissen Voraussetzungen
auch straffällig gewordene Personen.

(APA)