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Stadtplanung

Bauausstellung Wien: Wie aus Ottakring "Mannerhattan" werden könnte

Modell. Julia Beck von Tatwort und Architekt Florian Niedworok propagieren den geteilten Block.
Modell. Julia Beck von Tatwort und Architekt Florian Niedworok propagieren den geteilten Block.Christine Pichler
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Zwei Jahre vor Beginn tritt die Internationale Bauausstellung Wien zur Zwischenpräsentation an und zeigt, wie aus Ottakring "Mannerhattan" werden könnte.

Das Ausstellungsstück ist riesengroß, ins Museum würde es gar nicht passen: Schließlich ist es Wien. Also macht sich die Stadt kurzerhand selbst zur Ausstellung. Oder: Zumindest einen ihrer baulichen Aspekte. Aus einem organisch gewachsenen Stadtgewebe hat sich die Internationale Bauausstellung, die IBA 2022, in Wien einen roten Faden herausgefädelt: "Neues soziales Wohnen" nämlich. Nun wurde es Zeit, einmal einen Blick auf den Zwischenstand zu werfen, auf dem Weg zur Antwort auf die Frage: "Wie wohnen wir morgen?" Ein paar Andeutungen in diese Richtung möchte auch die gleichnamige Ausstellung machen, die bis 22.Oktober der Gegenwart der Architektur, des Bauens und der Stadtplanung ein paar Ideen für die Zukunft entlockt.

Aber auch die Vergangenheit darf man, vor allem wenn man Wien ist und randvoll mit baulichem Erbe, nicht links liegen lassen. Schon gar nicht dort, wo sie sich so weitläufig in die Stadtstruktur eingeschrieben hat wie im gründerzeitlichen Ottakring. Dorthin legte der Architekt Florian Niedworok schon bei seiner Diplomarbeit seine Ideen und Aufmerksamkeit. "Pocket Mannerhattan" heißt das Projekt. Schließlich prägt die Firma Manner und ihre berühmten Schnitten olfaktorisch den Bezirk. Und Neulerchenfeld liegt von Manhattan auch nicht so weit entfernt, wie man vielleicht annehmen würde. Zumindest nicht strukturell.