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Interview

Robert Wilson: „Diese Tiere sind ja deine Familie“

„Alles, was du dir vorstellen kannst, ist wahr“, diesen Satz von „Alice im Wunderland“-Autor Lewis Carroll zitiert Robert Wilson. Hier sieht man ihn vor einem Bild in „Balthus Unfinished“ im Musée Cantonal des Beaux-Arts, Lausanne.
„Alles, was du dir vorstellen kannst, ist wahr“, diesen Satz von „Alice im Wunderland“-Autor Lewis Carroll zitiert Robert Wilson. Hier sieht man ihn vor einem Bild in „Balthus Unfinished“ im Musée Cantonal des Beaux-Arts, Lausanne.(c) Valentin Flauraud/Keystone
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Der US-amerikanische Theaterregisseur Robert Wilson über seine Kindheit in Texas, die Liebe zu Märchen und zum „Dschungelbuch“, mit dem er in Sankt Pölten gastiert.

Die Presse: Was war Ihr erster Eindruck von „The Jungle Book“, als Sie ein Kind waren? Der Film von 1942 oder die Geschichten von Joseph Rudyard Kipling?

Robert Wilson: Das Buch von Kipling. Ich hatte in Texas eine wunderbare Tante, aus San Antonio. Sie besuchte häufig meine Familie in Waco. Diese Schwester meines Vaters war eine tolle Geschichtenerzählerin und las mir auch „Das Dschungelbuch“ vor. Ich höre noch immer ihre Stimme. Vor fünf Jahren riet mir ein guter Freund, Pierre Bergé (der 2017 verstorbene französische Industrialist, Anm.), diese Storys auf die Bühne zu bringen. Seine Idee gefiel mir. Ich habe es für Pierre gemacht, er war eine Art Visionär. Uns schwebte dabei ein multinationales Ensemble vor. Die Zeit dafür war reif.

Was war mit den Filmen? Es ist doch kaum möglich, sich als Kind den starken Eindrücken zu entziehen, den Walt Disneys Animationsfilm von 1967 macht.