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Analyse

VWs vollelektrischer ID.3: Zum Erfolg verdammt

Genug der salbungsvollen Worte: VWs vollelektrischer ID.3 muss jetzt bei den Zulassungen punkten – und zwar im großen Maßstab. Ist das Auto dafür gerüstet?

Für eine Verlegenheitslösung war der e-Golf nicht schlecht unterwegs. 2014 eilig und auf Basis des konventionellen Golf aus der Taufe gehoben, hielt sich das Modell bis zuletzt wacker in den Zulassungen. Im ersten Halbjahr reichte es bei den Elektroautos in Europa noch für Platz drei hinter Tesla Model3 und Renault Zoe.

Ein Erfolg, an dem man allerdings zugrunde gehen könnte. Mit jedem einzelnen Exemplar des Elektroautos fuhr VW ein paar tausend Euro Verlust ein. Die Kosten sind im Konzern wohl als Marketingausgabe zu verbuchen – galt es doch zu demonstrieren, dass VW auch in Sachen Elektromobilität eine Adresse sein kann.

Der Abschied dürfte deshalb leicht gefallen sein: Der e-Golf ist seit wenigen Tagen Geschichte, es feiert der ID.3 seinen Einzug in die Verkaufsräume – die Baureihe, um die sich derzeit alles dreht bei Europas größtem Autohersteller. Dafür rührte Konzernchef Herbert Diess kräftig um in Wolfsburg, riskierte, dass ihm die mächtigen Arbeitnehmervertreter die Gefolgschaft verweigerten (sie stehen nun erklärterweise hinter Diess' Elektro-Strategie), und mobilisierte Milliarden für die Entwicklung neuer E-Modelle und für ein Werk im ostdeutschen Zwickau, in dem sie vom Band rollen.