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Wiener Staatsoper

Neuenfels sperrt Mozart ins Spiegelkabinett

Dem Bass Goran Jurić hat man mit seinem Hausdebüt als sadistischer Haremswächter Osmin nichts Gutes getan: Hier mit Michael Laurenz als Pedrillo.(c) WIENER STAATSOPER/MICHAEL P�HN (MICHAEL P�HN)
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„Die Entführung aus dem Serail“ kehrt nach zwanzig Jahren ins Repertoire zurück: Regisseur Hans Neuenfels verdoppelt die Sänger durch Schauspieler – und verliert sich in Kommentaren zum Stück.

Wenn die Welt untergeht, dann ziehe ich nach Wien, dort passiert nämlich alles erst Jahrzehnte später“: Dieser populäre Satz wird wahlweise Karl Kraus, Gustav Mahler oder weiteren Personen zugeschrieben – bis hin zu Mark Twain, der sich freilich im Ernstfall angeblich nach Cincinnati verzogen hätte. In Wahrheit soll es sich ausgerechnet um einen Berliner Witz aus den 1830ern handeln, mit Königsberg als Fluchtpunkt: Provinz ist also immer relativ.