Stefanie Sargnagel ist in Wien aufgewachsen. Ihr neues Buch handelt davon.
Im Gespräch

Stefanie Sargnagel: "Fiktion ist nicht mein Ding"

Stefanie Sargnagel hat ein neues Buch herausgebracht. Einen Roman, ausnahmsweise. Ein Gespräch über irrlichternde Säufer, Leichtsinn und ihre Sehnsucht nach der Schule.

Eigentlich ist Stefanie Sargnagel ja eine Meisterin der knappen Form. Der allerknappsten. Beobachtungen, Erinnerungen, ein Wunsch, ein aufgeschnapptes Gespräch – mit Witz, Intelligenz und oft atemraubender Ehrlichkeit in ein, zwei Absätzen, manchmal auch nur Zeilen niedergeschrieben, das waren ihre „Statusmeldungen“. So wurde sie bekannt, erst auf Facebook, dann auch in der literarischen Welt.

Doch jetzt hat sie mit „Dicht“ ihren ersten Roman vorgelegt, 256 Seiten lang, über ihre Jugend in Wien, und wenn man so will, findet man ausgerechnet in diesem Ausflug in die lange Form eine Erklärung dafür, warum Sargnagel eigentlich der kurzen Form verfallen ist – auch wenn das auf den ersten Blick paradox wirken mag.