Alexandra Ghuneim ist professionelle Gin-Macherin, ihr Mann Nahed brennt lieber hobbymäßig Schnäpse. Derzeit wird gerade Schlehen-Gin (oben) produziert.
Essen und Trinken

Die Gin-Macherin und der Schnapsbrenner

Alexandra Ghuneim hat ihren Job bei der Bank aufgegeben, um ihrer Leidenschaft, dem Gin-Machen, nachzugehen. Dieser Tage ist sie damit beschäftigt Schlehen zu sammeln, um daraus Sloe Gin zu machen. Ihr Mann Nahed brennt hobbymäßig Schnaps.

Wie das der Gin geschafft hat, weiß keiner so genau. Aber irgendwie hat er sich vor Jahren vom langweiligen Getränk, das lediglich die Queen Mum erfreut, zur omnipräsenten Spirituose entwickelt, die die ganze Bar-Szene belebt. In Kombination mit Tonic wird er in jeder Bar, die etwas auf sich hält, in vielfacher Ausführung angeboten. Genauso wie der Gin selbst sind auch die Gin-Hersteller wie die sprichwörtlichen Schwammerln aus dem Boden gesprossen. So gut wie jeder Spirituosenhersteller hat den Gin in sein Sortiment aufgenommen. Denn einerseits ist er nicht allzu schwierig in der Herstellung, andererseits wird er eben nachgefragt wie selten zuvor.

Bei all der Gin-Vielfalt gibt es dennoch Überraschungen. So hat etwa eine ehemalige Bankmanagerin im dritten Wiener Bezirk ihren Beruf an den Nagel gehängt, um ihrer Leidenschaft, dem Gin, nachzugehen. Ganz so weit hergeholt ist das allerdings nicht, immerhin brennt ihr Mann schon länger Schnäpse. „Als Hobby, aber ich war doch überrascht, dass Alexandra gleich komplett umsattelt“, sagt Nahed Ghuneim, während er den Kaffee vor einer kleinen Gin-Verkostung serviert.