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Nach Streit mit S. Fischer: Autorin Maron hat neuen Verlag

Maron 2018 bei der Leipziger Buchmesse.
Maron 2018 bei der Leipziger Buchmesse.imago images/Gerhard Leber
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Dass sich der Fischer-Verlag von Monika Maron trennte, weil einer ihrer Bände von einem rechten Verlag vertrieben worden war, sorgte für einen kleinen Skandal. Nun wechselt sie zum Hoffmann und Campe Verlag.

Monika Maron ist eine knapp 80-jährige Autorin mit konservativen Haltungen. Sie hat immer wieder Sorge über die Wirkungen eines aggressiven Islam in Deutschland geäußert. Weil ein Essayband, den sie in einem anderen Verlag veröffentlicht hat, vom Antaios-Verlag von Götz Kubitschek vertrieben wird, hat der Fischer-Verlag nach 40 Jahren die Zusammenarbeit mit ihr gekündigt.

Der Verfassungsschutz zählt das "Institut für Staatspolitik" des Verlegers Kubitschek zum Netzwerk der "Neuen Rechten", in dem rechtsextremistische bis rechtskonservative Kräfte verortet werden. Zahlreiche Autoren hatten die Entscheidung des S. Fischer Verlags kritisiert. Die Schriftstellerin Thea Dorn bezeichnete die Entscheidung als "fatales Einschüchterungssignal" an alle Autoren.

„Dass der politisch mir ferne Kubitschek die Bücher vertreibt, wusste ich nicht - zeigen Sie mir mal einen Autor, der sich um den Vertrieb kümmert“, hatte Maron hatte in einem Interview der "Welt“ gesagt.

Maron sagte zu ihrem Wechsel zu Hoffmann und Campe, wo auch die Bücher des Dichters Heinrich Heine (1797-1856) erscheinen: "Heinrich Heine war meine erste literarische Jugendliebe, die nun unverhofft zu einer symbolischen Altersliebe wird." Hoffmann und Campe sei einer der wenigen Verlage in Deutschland, die konzernunabhängig geführt werden. Die Gespräche mit Verleger Tim Jung hätten sie überzeugt – "seine Pläne für die Zukunft des Verlages ganz im freiheitlichen Geist von Heine", sagte die Schriftstellerin laut Mitteilung.

 

(red.)