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Forschungsfrage

Warum war Schreiben mit der linken Hand einst so verpönt?

imago images/epd
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Die rechte Seite galt früher als die der Götter, die linke als die Satans. Bis heute prägen Werte und Normen stark, welche Hand wir wofür nutzen.

Die Gefühle, die ein Linkshänder in einer altertümlichen Gesellschaft auslöst, entsprechen denjenigen, die ein Unbeschnittener in einem Land auslöst, in dem die Beschneidung Gesetz ist.“ Mit diesen Worten beschrieb der französische Soziologe Robert Hertz 1909 die „Vorherrschaft der rechten Hand“ in seiner gleichnamigen Studie. Und weiter: Die Rechtshändigkeit werde nämlich nicht einfach hingenommen wie eine natürliche Notwendigkeit; sie sei ein Ideal, dem sich jeder anpassen müsse und vor dem uns die Gesellschaft durch positive Sanktionen Respekt einflöße.