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Poesiegarten

Lyrik im Lockdown im Park

Poesie mit Lokaltradition: Zu Schuberts Zeiten gab es in Maria Enzersdorf einen Romantikerkreis, deren Kopf der 1888 heiliggesprochene Priester Klemens Maria Hofbauer war.
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Der Kulturgemeinderat von Maria Enzersdorf hat in einem ehemaligen Schlossgarten den ersten und einzigen Poesiepark Österreichs eingerichtet.

Die Poesie hat es nicht leicht in Zeiten von Corona. Gedichte vor einer Kamera zu lesen, ist eine Möglichkeit. In Maria Enzersdorf nahe Wien gibt es jetzt aber auch eine andere. Der für Kultur zuständige, findige Gemeinderat Horst Kies hat sich dazu etwas einfallen lassen.
Das Rathaus der Marktgemeinde besteht aus zwei Teilen: dem ehemaligen Kielmansegg-Schlössl und einem durch einen Glasgang im Obergeschoß verbundenen modernen Zubau. Geht man unter dem Verbindungsgang durch, gelangt man in eine barocke Parkanlage mit altem Baumbestand. Dass dieser Garten kaum wahrgenommen wurde, bedauerte der musische Gemeinderat. Er hatte auf einer Bürgerliste kandidiert und war ins Rathaus gewählt worden. Dort bot man ihm die Kultur als Aufgabenbereich an, weil er dort am wenigsten anrichten kann . . .