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Hotels und Einzelhandel verhageln Bilanzen

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Neunmonats-Ergebnisse: In den Bilanzen der heimischen Immobilienkonzerne ist die Corona-Delle nicht zu übersehen.

Die Corona-Pandemie hat in den Bilanzen der heimischen Immobilienkonzerne deutliche Spuren hinterlassen. Gleich fünf Unternehmen haben in diesen Tagen Zahlen präsentiert.

Bei der auf Büro- und Einzelhandelsimmobilien Immofinanz etwa verzeichnete man in den ersten neun Monaten einen Konzernverlust von 98 Mio. Euro nach 203 Mio. Euro Gewinn im gleichen Vorjahreszeitraum. Im ersten Halbjahr betrug der Verlust sogar noch 120 Mio. Euro, der jedoch im dritten Quartal teilweise wettgemacht werden konnte.

Auf 88 Mio. Euro halbiert hat sich das Konzernergebnis der CA Immo. Im Vorjahr verzeichnete man per 30. September noch einen Gewinn von 177,9 Mio. Euro. Bei der S Immo sanken die Gesamterlöse von 155 Mio. Euro auf 130 Mio. Euro, bei UBM brach die Gesamtleistung um 36,6 Prozent auf 292,1 Mio. Euro ein. Einen Nettoverlust von 31,2 Mio. Euro fuhr in den ersten neun Monaten 2020 Warimpex ein – im gleichen Zeitraum des Vorjahres standen unterm Strich noch 57,5 Mio. Gewinn.

Hohe Abschreibungen

Allen Unternehmen machten vor allem hohe Abschreibungen und Erlösminderungen bei Handels- und Hotelimmobilien zu schaffen, die von den Corona-bedingten Lockdowns in den verschiedenen Ländern am meisten betroffen waren. So lag beispielsweise bei der S Immo das Bewertungsergebnis mit drei Mio. Euro zwar weiterhin im positiven Bereich, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutete das aber einen Rückgang um 134 Mio. Euro. Noch deutlicher schlugen die Wertanpassungen bei Hotels und Einzelhandel bei der CA Immo zu Buche, die – nach einem Plus von 193,5 Mio. Euro - heuer mit einem Minus von 21,5 Mio. Euro bilanzierte. Warimpex verhagelten neben den Erlösrückgängen im Hotelbereich zudem fehlende Erträge aus Veräußerungen und der Rubelverfall die Bilanz.

Vorsichtiger Optimismus für 2021

Während man 2020 bereits abgeschrieben hat und auch für das vierte Quartal mit keinen wesentlichen Besserungen rechnet, übt man sich für 2021 in Zuversicht: „Wir befinden uns nun in der befürchteten zweiten Welle“, heißt es etwa im Ausblick der S Immo. Man prüfe Akquisitionsmöglichkeiten und bereite sich darauf vor, kommende Chancen zu nutzen. Man sei „ausgesprochen zuversichtlich“, wieder zurück auf den Wachstumspfad zu kommen. Konkrete Aussagen für 2021 seien angesichts der gegebenen Situation für 2021 aber nicht seriös zu treffen.