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Hypo Alpe Adria: Kooperation mit Serbien und Kroatien

Hypo Alpe Adria Kooperation
Kulterer(c) APA/HERBERT PFARRHOFER (HERBERT PFARRHOFER)
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Die Behörden Österreichs, Serbiens und Kroatiens ziehen das Ermittlungsnetz enger. Am Montag wird über die Verlängerung der Haft von Ex-Hypo Alpe Adria-Chef Wolfgang Kulterer entschieden.

Belgrad/Wien/Salzburg (ag). Die Behörden Österreichs, Serbiens und Kroatiens ziehen das Ermittlungsnetz rund um die Affäre der Hypo Alpe Adria enger. Der serbische Innenminister Ivica Dacic hat bei seinem Besuch in Österreich mit Vertretern der heimischen Sicherheitsbehörden die Kooperation in der Causa Hypo Alpe Adria zugesichert.

Dacic habe die Kooperationsbereitschaft der serbischen Polizei bei den Ermittlungen unterstrichen, hieß es in einer Erklärung des serbischen Innenministeriums am Samstag. Die Zusammenarbeit zwischen der serbischen und der österreichischen Polizei sei bisher sehr eng gewesen, er hoffe, dass dies auch in Zukunft fortgesetzt werde, wurde in der Mitteilung auch der Chef des Bundeskriminalamts, Franz Lang, zitiert.

Schon am vergangenen Donnerstag hatte der Leiter der Staatsanwaltschaft Klagenfurt, Gottfried Kranz, die Generalstaatsanwälte Dragan Novosel und Lazo Pajic sowie Staatsanwalt Zvonko Kuharic aus Kroatien geladen. Auch dabei ging es um Möglichkeiten, noch besser zu kooperieren.

Wie berichtet, soll die Hypo nicht nur in Kroatien mit Scheingeschäften und -krediten viel Geld verloren haben, in Serbien soll die Kärntner Bank mit einem Mafiaboss Geschäfte gemacht haben. Dabei soll Geld in großem Stil gewaschen worden sein.

Heute, Montag, findet die erste Haftprüfungsverhandlung für Ex-Hypo Alpe Adria-Chef Wolfgang Kulterer statt, der vor zwei Wochen in Untersuchungshaft genommen worden ist. Allgemein wird mit einer Verlängerung der U-Haft gerechnet.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.08.2010)