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Jahresrückblick

Zoom-Face, "Maskne" und DIY: Die größten Beautytrends 2020

(c) REUTERS (MAXIM SHEMETOV)
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Durch das Tragen der Maske steht etwa die Augenpartie mehr im Fokus. Durch Videotelefonie stieg die Nachfrage nach Schönheits-OPs im unteren Gesichtsbereich.

Von geschlossenen Firsörsalonen und Nagelstudios bis hin zu Maskne. In Sachen Beauty wurden viele Menschen durch die Coronavirus-Pandemie vor eine Herausforderung gestellt. Dabei haben sich auch einige Trends und Tendenzen herauskristallisiert, die es sonst wohl nicht gegeben hätte.

DIY Beauty

Da Frisöre, Nagelstudios und andere Schönheitssalons für einige Zeit zusperren mussten, versuchten sich mehr Menschen an DIY-Tutorials. Youtube-Videos, die etwa zeigten, wie man sich die Haare schneidet (Glatzen wurden bei Männern sehr beliebt), wie man sich die Beine wachst oder Shellac entfernt, wurden vermehrt gesucht.

Diese Selbstversuche wurden natürlich auch auf Twitter, Instagram und TikTok dokumentiert und mit diversen Challenges garniert.

Gewinner und Verlierer am Beautymarkt

Nachdem Masken in diesem Jahr zum Must-Have wurden, lag der Fokus in Sachen Make-up mehr auf den Augen. Lidschatten, Mascara und Augenbrauenstifte wurden vermehrt gekauft. In Großbritannien stieg der Verkauf von Prestige-Lidschatten etwa von 22 auf 25 Prozent, wie „CNN Style“ schreibt. Der Warenhändler Alibaba verzeichnete bereits Anfang 2020 einen Anstieg bei der Suchanfrage nach Make-up-Looks mit Maske.

Als Verlierer der Krise kann wohl Lippenstift gewertet werden. Nachdem die Lippen durch die Masken verdeckt werden, gab es hier einen Rückgang der Verkäufe.

Zoom-Face und Beauty-OPs

Tatsächlich ist in der Coronavirus-Pandemie die Nachfrage nach Schönheitsoperationen größer geworden. Auswertungen im Aesthetic Plastic Surgery Journal zeigen etwa, dass die Nachfrage nach Eingriffen in den USA im Juni und Juli höher war als noch vor der Pandemie. Erwin Oberascher, Geschäftsführer und Redakteur von schoenheitsklinik.info, hat auch eine Erklärung: "So hat die Maskenpflicht dazu geführt, dass sich Menschen gerade jetzt für Schönheitsoperationen im Gesichtsbereich interessieren. Die Maske versteckt dabei anfängliche Spuren einer gerade durchgeführten Operation. Auch durch Homeoffice und Kontaktreduktion lassen sich die vorläufigen Spuren eines Eingriffes gut verbergen".

Videotelefonie-Meetings sind laut "CNN Style" auch der Grund, warum vor allem die untere Gesichtshälfte im Fokus steht. Fettabsaugungen im Nacken, Facelifts im unteren Gesichtsbereich und Filler unter den Augen sind besonders gefragt, meint etwa Dr. Sheila Nazarian. "Viele Menschen kamen, um Arbeiten an ihrer unteren Gesichtshälfte vornehmen zu lassen ... denn mit Zoom, da zeigt die Kamera von unten nach oben."

Maskne

Makellose Haut ist mit dem ständigen Tragen von Masken nur schwer zu erreichen. Für die Bildung von Hautunreinheiten und -irritationen etablierte sich der Name „Maskne“, eine Mischung aus Akne und Maske. Dr. Kerstin Ortlechner, Fachärztin für Dermatologie in Wien erklärt: „Bei Maskne handelt es sich um mechanische Akne. Durch das Tragen der Maske kommt es zu Reibungen an Nase, Wangen oder Kinn. Das schädigt die Hautbarriere“, erklärt die Hautärztin. Hinzu kommt, dass die Haut unter der Maske nicht so gut atmen kann. „Es kommt zu Okklusionen, also einem Verschluss der Haut, die Poren werden verstopft. Feuchtigkeit sammelt sich unter der Haut, die Epidermis quillt leicht auf und durch Bakterien, Talg und Ablagerungen ist es dann klar, dass Unreinheiten oder Schädigungen der Haut leicht entstehen können.“ 

>>> „CNN"

(chrile)