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Ausblick

Die Gastro-Trends 2021

(c) imago images/MaBoSport (via www.imago-images.de)
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Lieferdienste werden wohl auch im neuen Jahr einen hohen Stellenwert einnehmen. In Restaurants wird dafür das Erlebnis im Vordergrund stehen.

Lockdown, Kurzarbeit und Umsatzeinbußen: Für die Gastronomie war das Jahr 2020 sehr herausfordernd und wird es wohl auch noch 2021 bleiben. Dabei hat die Pandemie einige Strömungen verstärkt.

Take-away bleibt im Trend

Wenig verwunderlich wird das Geschäft mit den Lieferdiensten weiter zunehmen. Das meint auch Felix Schönfelder, Geschäftsführer von Socialwave, einem Unternehmen, das dem stationären Handel Wlan-Marketing anbietet. Schließlich hat die Gastronomie in Österreich noch immer geschlossen und auch in den nächsten Monaten sind weitere Lockdowns nicht ausgeschlossen. Den Trend befeuert aber auch die Tatsache, dass viele Menschen nach wie vor im Home-Office arbeiten und sich daher weniger in den Stadtzentren aufhalten.

Dass das "Essen auf Rädern" enorm an Bedeutung gewonnen hat, zeigen auf die Zahlen des Lieferdiensten Lieferando. Die Anzahl der bestellten Speisen stieg im ersten Halbjahr 2020 um 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf rund 49 Millionen. Der Umsatz verdoppelte sich von 80 Millionen Euro auf 161 Millionen Euro.

Logistik wird Herausforderung

Lieferservice anzubieten, ist für viele Gaspronomen an Herausforderungen geknüpft. Wer Lieferdienste mittels Platform-to-Consumer wählt, der hat zwar den Vorteil, dass die komplette externe Infrastruktur mit Lieferung und Bezahlung übernommen wird, dafür von den Lieferdiensten bei den Margen ordentlich zugelangt wird.

Einen unabhängigen Lieferdienst zu etablieren, ist aber auch sinnvoll, wenn man mehr auf Kundenbindung setzten möchte, aber auch in der Qualitätsgastronomie das Essen im Sinne von Food-to-Complete servierfertig den Kunden liefern möchte, weiß Mirko Silz, CEO von L'Osteria, der seine Trendanalyse auf Linkedin veröffentlichte.

Bestuhlung und Hygiene

Der Babyelefant ist wohl gekommen, um zu bleiben. Will heißen: Abstand wird auch weiterhin ein großes Thema bleiben. Mit einer neuen Gast-pro-Quadratmeter-Regelung werden auch Umsatzeinbußen pro Quadratmeter einhergehen.

Wichtig ist es also laut Silz, den Kunden mit einem Gesamtkonzept zu begeistern. Nach den Lockdowns geht es auch um Erlebnisse und gutes Service.

Loyalty-Programme werden wichtiger

All jene Gastronomen, die sich schon vor der Pandemie um Kundenbindung gekümmert haben, sind besser durch die Krise gekommen, ist sich Schönfelder sicher. „Die Solidarisierung, die unsere Gastronomen auf ihren gewachsenen Social-Media-Kanälen erleben, ist enorm. User kommentieren und teilen neueste Angebote und Aktionen. Sie bestellen aber auch, weil sie ihre Lieblingslokale in schweren Zeiten unterstützen wollen. Diese Erfahrung hat in der Branche zu einem Umdenken geführt." 2021 werden deshalb wohl noch mehr Gastronomen auf Newsletter, Facebook und Instagram setzten.

Ranking und Bewertungen werden wichtiger

Wenn man sich von Restaurants nicht selbst ein Bild machen kann, dann sind vor allem Google-Suchen und Bewertungen ein wichtiger Maßstab für die Entscheidung, wo Essen bestellt wird. Dies professionell zu managen, wird für viele Gastronomen ein Ziel im Jahr 2021 sein.

Nachhaltigkeit bei Take-away

Der Nachteil bei dem erhöhten Konsum von Take-away-Mahlzeiten ist ganz eindeutig der Verpackungsmüll, der damit einhergeht. Da Verbraucher aber immer verstärkter Nachhaltigkeit einfordern, werden sich Cafés und Restaurants, die Waren zum Mitnehmen anbieten, verstärkt um Alternativen bemühen.

>>> Linkedin.com

(chrile)