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Mit einem Geophon lässt sich „in die Erde hineinhören“. Die Trucks dahinter erzeugen Vibrationen.
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Energie

Der Wiener Weg zur Wärmewende

Ein interdisziplinäres Forschungsteam arbeitet daran, die Erde unter Wien besser zu verstehen. Das Ziel: die Erdwärme zu nutzen und Geothermie von einem Nebenprodukt der Wellness-Industrie zu einer klimafreundlichen Quelle der Wärmeversorgung zu machen.

Das Wasser plätschert. Man sitzt im Warmen, rundherum ist es eiskalt. Aus Lautsprechern dringt sanfte Musik und wen es freut, der schwimmt eine Runde mit Blick auf die verschneite Landschaft. So oder so ähnlich erleben wohl viele einen Thermenbesuch im Winter – und vermissen ihn aktuell im Lockdown. Doch die wohltuende Wärme aus dem Untergrund taugt für weit mehr. „Geothermie wurde lang als Nebenprodukt der Wellness-Industrie gesehen“, erläutert Gregor Götzl von der Geologischen Bundesanstalt in Wien. Tatsächlich lässt sich damit aber auch Strom erzeugen wie im steirischen Bad Blumau oder eine Region mit Wärme versorgen. Letzteres praktiziert etwa die oberösterreichische Therme Geinberg. Doch auch die Stadt Wien soll künftig stärker von der umweltfreundlichen Energiequelle profitieren – und das im ganz großen Stil.