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Theaterkritik

Alle müssen allein auf die Bühne: "Black Box" im Volkstheater

Stimmen aus dem Kopfhörer: In „Black Box“ im Wiener Volkstheater ist jeder Besucher allein.
Stimmen aus dem Kopfhörer: In „Black Box“ im Wiener Volkstheater ist jeder Besucher allein.Volkstheater
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Wer das Theater vermisst, kann es als begehbare Installation erleben: mit „Black Box“ von Rimini Protokoll, der exakt getakteten Vorführung eines Sehnsuchtsortes.

Der Blick hinter die Kulissen: Das ist wohl eine der abgegriffensten Metaphern, und aus Peter Brooks Theatertheorieklassiker „The Empty Space“ zu zitieren ist auch schon fad. So beginnt man die Besichtigung der „Black Box“ im Volkstheater zart genervt, noch dazu, wenn man sich zusätzlich zur Maske Kopfhörer aufsetzen und Handschuhe anziehen muss. Und wenn dann noch die Stimme im Ohr erklärt, dass Theater mehr ist als Text, nämlich „Raum, Geruch, Adrenalin, Gemeinschaft“ . . .

Ja, das mag trivial sein. Das Spannende an „Black Box“ ist, dass all die naheliegenden Trivialitäten über das Theater ausgesprochen werden, aber nie banal werden.