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Migration

Reiche wandern in die Schweiz aus

Millionäre flüchten aus Angst vor Steuererhöhungen in ihrer Heimat.

Zürich. Reiche Familien aus aller Welt zieht es derzeit zunehmend in die Schweiz. Niedrige Steuern spielen bei der neuesten Zuwanderungsbewegung eine gewichtige Rolle. Millionäre, die trotz der Krise rekordhohe Vermögen angehäuft haben, befürchten, in ihren Heimatländern stärker zur Kasse gebeten zu werden. In der Schweiz gelten Steuererhöhungen dank der niedrigen Verschuldung dagegen vorerst als unwahrscheinlich.
Vor rund zwei Jahren hat der Zufluss in Offshore-Zentren wie die Schweiz angezogen, unter anderem wegen politischer Turbulenzen wie dem Brexit. Seit Beginn der Coronakrise beschleunigt sich der Trend. Weil die Schweiz weiterhin als sichererer Hafen gilt, wird wieder vermehrt ein Teil des Geldes dorthin verlagert.

Doch immer mehr Vermögende begnügen sich nicht mehr damit, nur Geld zu verschieben, sondern fassen gleich einen Umzug ins Auge. Die durchwachsene Bilanz des Landes bei der Covid-Bekämpfung schadet der Attraktivität der Schweiz kaum, im Gegenteil: Die Immobiliennachfrage hat seit März 2020 deutlich zugenommen. Dies schlage sich auch in den Preisen nieder, freuen sich Immobilienmakler. Grundstückspreise explodieren, entsprechend werden neue Höchstpreise für Einfamilienhäuser bezahlt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.02.2021)