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Islam

Fatwa-Behörde: Impfen bricht Ramadan-Fasten nicht

Eine iranische Krankenhausmitarbeiterin wird in Teheran geimpft.
Eine iranische Krankenhausmitarbeiterin wird in Teheran geimpft.APA/AFP/ATTA KENARE
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Neben der Fatwa-Behörde der Kairoer Al-Azhar-Moschee haben auch andere islamische Rechtsgelehrte die Vereinbarkeit des Fastens mit der Impfung gegen das Coronavirus bestätigt.

Der Erhalt einer Impfung gegen das Coronavirus steht nicht im Widerspruch zum Fasten im Ramadan. Zu diesem Schluss kommt die Fatwa-Behörde der Kairoer Al-Azhar-Moschee, wie die Zeitung „Egypt Independent" am Wochenende laut Kathpress berichtete. Die ägyptische Regierung hatte zuvor angekündigt, die Impfkampagne gegen das Virus auch während des islamischen Fastenmonats fortzusetzen.

Bei der Impfung handle es sich nicht um ein Nahrungsmittel oder Getränk. Das Fasten werde daher durch die Impfung nicht gebrochen,
urteilten die islamischen Rechtsgelehrten. Zuvor hatten laut Medienberichten bereits islamische Rechtsgelehrte in mehreren
Ländern, darunter Marokko und Großbritannien, die Vereinbarkeit des
Fastens mit der Impfung bestätigt.

Ramadan-Beginn Mitte April

Der Ramadan beginnt in diesem Jahr voraussichtlich am 13. April. Der
Beginn wird durch die jeweiligen geistlichen Autoritäten unter Hinzuziehung von astronomischen Berechnungen sowie der Sichtbarkeit
der Mondsichel festgelegt.

Die Al-Azhar-Moschee ist älteste Moschee Kairos und eines der
bedeutendsten islamischen Gotteshäuser Ägyptens. An sie angegliedert
ist eine Universität mit heute rund 20.000 Studienplätzen, die als
eine der bedeutendsten Lehrautoritäten des sunnitischen Islams gilt.