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Jahresbilanz

Ticketverkäufer CTS Eventim wagt noch keinen Ausblick

Das Corona-Jahr 2020 brachte einen Umsatzeinbruch um mehr als 80 Prozent und rote Zahlen für die oeticket-Mutter.

Nach einem stark von der Coronakrise belasteten Jahr wagt der deutsche Ticketverkäufer und Konzertveranstalter CTS Eventim auch für 2021 noch keine Prognose. Wegen der weiterhin bestehenden erheblichen Unsicherheiten über den Pandemie-Verlauf und dessen Auswirkungen auf das Geschäftsjahr sei ein genauer Ausblick derzeit weiter nicht möglich, teilte der auch in Österreich aktive Konzern am Dienstag in München bei der Vorlage der Jahresbilanz mit.

Dennoch zeigte sich Konzernchef Klaus-Peter Schulenberg optimistisch: "Die Zeichen stehen gut, dass angesichts einer immer breiteren Verfügbarkeit von Impfstoffen sowie Schnelltests und dem Fortschritt der Impfkampagnen unsere Branche in den nächsten Monaten den Pfad in Richtung Normalität einschlägt." Im letzten Quartal brach CTS Eventim - Mutter-Konzern von oeticket und Barracuda in Österreich - das Geschäft fast komplett weg. Große Festivals, Tourneen, Konzerte und weitere Veranstaltungen fielen wegen der Pandemie und behördlicher Auflagen aus.

Während der Umsatz 2020 um rund 82 Prozent auf nur noch 256,8 Millionen Euro absackte, schrieb das Unternehmen operativ einen Verlust. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes Ebitda) lag bei minus 2,9 Millionen Euro, nachdem ein Jahr zuvor noch ein Plus von 286,5 Millionen Euro erwirtschaftet wurde.

Auch unter dem Strich wies CTS Eventim einen Fehlbetrag aus, der sogar noch deutlich höher ausfiel. Der auf die Aktionäre entfallende Nettoverlust lag bei 82,3 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatte der Konzern noch einen Überschuss von fast 133 Millionen Euro erwirtschaftet. Damals hatte der Konzern vom Konzert- und Veranstaltungsboom profitiert. Konzernchef Schulenberg sieht das Unternehmen für den Neustart gut positioniert, "wenn das Leben auf die Bühnen zurückkehrt und damit auch unser Geschäft".

(APA/dpa)