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Covid-19

QR-Code für Geimpfte spaltet die USA

First Lady Jill Biden bei der Ausgabe von Impfausweisen beim Besuch einer Impfstation.(c) REUTERS (POOL)
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Die Corona-Impfausweise werden kontrovers diskutiert. Einzelne republikanische Gouverneure verbieten sie bereits auf ihrem Gebiet.

Als erster und bisher einziger US-Staat hat New York einen digitalen Pass mit QR-Code eingeführt, der als Nachweis für eine Corona-Impfung oder einen negativen Test dient. Solche Impfausweise sind auch in der EU geplant, insbesondere für Reisen. Israel hat bereits einen sogenannten Grünen Pass, der Geimpften beispielsweise Zutritt zu Cafés und Restaurants verschafft.

Auch in den USA, wo die Impfkampagne mit atemberaubendem Tempo vorankommt, wird zunehmend über solche Bescheinigungen diskutiert. Manche befürchten gar einen neuen Kulturkampf wie beim Tragen von Schutzmasken.

Republikanische Gouverneure wie Ron DeSantis in Florida und Greg Abbott in Texas haben Behörden und Unternehmen bereits untersagt, einen Impfnachweis auszustellen oder zu verlangen.

Biden will sich raushalten

Präsident Joe Biden ist sichtlich bemüht, sich aus der Debatte herauszuhalten. Seine Sprecherin Jen Psaki stellte diese Woche klar, dass es einen einheitlichen Impfausweis auf Bundesebene nicht geben wird. Die Privatwirtschaft könne solche Ideen aber vorantreiben - etwa, damit Menschen wieder sicher in Sportstadien und Kinos gehen könnten. Das Weiße Haus will lediglich Richtlinien vorlegen, um den Schutz der Privatsphäre sicherzustellen und "unfaire" Praktiken oder "Diskriminierung" zu verhindern.

Denn Impfausweise werfen viele Fragen auf. Kann von jemandem ein Impfnachweis verlangt werden, wenn es doch gar keine Impfpflicht gibt? Dürfen Geimpfte gegenüber Nicht-Geimpften bevorzugt werden? Was ist mit Menschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können? Und wie steht es mit dem Datenschutz?

„Fahrschein zur Freiheit“, doch ethisch heikel

Impfpässe, konstatiert die "New York Times", könnten ein "Fahrschein zur Freiheit für Millionen geimpfte Menschen weltweit" werden, würden aber auch "gewaltige ethische Fragen aufwerfen".

Trotz der Bedenken und Widerstände arbeiten in den USA, dem Land mit den meisten Corona-Toten weltweit, bereits zahlreiche Unternehmen und Initiativen an Impfpässen. Der Ausweis des auf die digitale Verknüpfung von Gesundheitsdaten spezialisierten Commons Project wird nach Angaben seines Leiters Paul Meyer schon von einem Dutzend internationaler Fluggesellschaften genutzt. Gespräche gebe es auch mit der Europäischen Union.

(apa/red.)