Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Zwischenbilanz

Corona-Boom dauert bei Online-Modehändler Zalando an

REUTERS
  • Drucken

Zalando profitiert  davon, dass immer mehr Menschen wegen vielerorts geschlossener Läden im Internet ihre Kleidung kaufen.

Der Online-Modehändler Zalando ist mit Schwung in das zweite Corona-Jahr gestartet. Der Umsatz im ersten Quartal sei um maximal 48 Prozent auf bis zu 2,26 Milliarden Euro gestiegen, teilte das Berliner Unternehmen unter Berufung auf vorläufige Zahlen mit. Vom Unternehmen befragte Analysten hatten im Schnitt mit gut 45 Prozent Zuwachs gerechnet. Dies bestätige, Zalando sei "stärker als jemals zuvor", urteilten die Analysten von Baader Helvea. Mit einem Plus von vier Prozent führten die Aktien am Mittwoch die Gewinnerliste im MDax an. Der Konzern gilt inzwischen als aussichtsreicher Kandidat für den Leitindex Dax.

Zalando profitiert ähnlich wie Konkurrenten wie AboutYou aus Hamburg sowie Asos und Boohoo aus Großbritannien davon, dass immer mehr Menschen wegen vielerorts geschlossener Läden im Internet ihre Kleidung kaufen. Das Bruttowarenvolumen (GMV) - der Wert aller verkauften Waren - legte von Januar bis März um bis zu 56,5 Prozent auf maximal 3,17 Milliarden Euro zu. Bis 2025 soll es auf jährlich mehr als 30 Milliarden Euro steigen, wie Zalando im März ankündigte. Die Berliner etablieren sich immer stärker als Plattform, über die Händler, Modemarken oder stationäre Geschäfte ihre Waren verkaufen und dafür wie auch für Logistik-Dienstleistungen Provisionen an sie zahlen.

Nach einem bereinigten Betriebsverlust von fast 100 Millionen Euro im ersten Quartal 2020 rechnet Zalando nun mit einem Betriebsgewinn (Ebit) von maximal 100 Millionen Euro. Dazu trugen unter anderem weniger Retouren bei und ein guter Start in die Frühjahrssaison. Finanzexperten hatten mit 41 Millionen Euro gerechnet. Konkrete Zahlen wird Zalando am 6. Mai veröffentlichen. Für das Gesamtjahr hatte die Firma im März einen Umsatzzuwachs von 24 bis 29 Prozent auf bis zu 10,3 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Das bereinigte Ebit soll zwischen 350 und 425 (2020: 421) Millionen Euro liegen. 

 

(Reuters)