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Menschen

In der Sphäre des Herrn Udo

Autor Georg Biron im Gutruf
Autor Georg Biron im Gutruf(c) Mirjam Reither
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Schriftsteller Georg Biron erinnert sich in „Der Herr Udo“ an den schillernden Demel-Betreiber Udo Proksch, der zum verurteilten Mörder wurde.

In den späten Siebzigerjahren stand der junge Georg Biron mit großen Augen und noch größeren Ohren in den damaligen Subkultur-Lokalen. Im Kleinen Café von Hanno Pöschl, in der Wunderbar, im Café Alt-Wien, im Oswald & Kalb – überall lehnten und raunten widerständige, ältere Herren herum. Franz Ringel und Heinz R. Unger, Joe Berger und Hermann Schürrer. Und manchmal auch Wolfi Bauer.

Biron suchte unbewusst ihre Nähe. Einzig Lyrikerin Elfriede Gerstl lockerte diese Phalanx des Männlichen auf. Es war die Ära von Rolf Schwendter, der mit seiner „Theorie der Subkultur“ für Furore sorgte. Helmut Qualtinger forschte mit André Heller nach der Relevanz des Bösen im Wienerlied. Die Eskapisten träumten sich mit den Romanen von Julio Cortázar und Gabriel Garcia Márquez in die ferne Welt eines magischen Realismus.