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Besprüht. Benoît Aubard fand einen heimatlosen Bettbezug.
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Ausstellung

Heimatgefühl zwischen St. Pauli und Apfelstrudel

Eine Ausstellung im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe legt den Filter des Designs über den unscharfen Begriff der Heimat.

Menschen produzieren Dinge. Und Design. Aber auch Design produziert etwas. Zumindest Realitäten, die für den einen oder anderen zu einem bestimmten Zeitpunkt gelten. Design kann aber noch mehr: Es macht vage herumwabbernde Begriffe kurzerhand dingfest ja, in Form von Dingen. Und wenn es eine Ausstellung sein soll auch gern durch Exponate. "Heimat" gehört zu jenen Konzepten, die sich ähnlich schwer fassen lassen wie ausgeschüttete Milch. Das "Milchglas" aus den 1970er-Jahren war einer der Versuche, es trotzdem zu tun. Und damit eine konkrete visuelle Vorstellung von "Heimat" zu evozieren, meint die Designexpertin Amelie Klein. Auch wenn das Design dabei willfähriger Komplize war, wie so oft, sich instrumentalisieren ließ, in diesem Fall von einer Marketingkampagne.