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Kurzfristige Absagen bei den Salzburger Festspielen

Die 'Jedermann'-Bühne ist aufgebaut, bei anderen Aufführungen gibt es Änderungen.
Die 'Jedermann'-Bühne ist aufgebaut, bei anderen Aufführungen gibt es Änderungen.APA/BARBARA GINDL
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Orchester und Chor aus Birmingham kommen wegen der Quarantänebestimmungen in ihrer Heimat nicht nach Salzburg. Ebenso The Tallis Scholars.

Ganz ohne Corona und seine Auswirkungen werden auch die Salzburger Festspiele 2021 nicht über die Bühne gehen: Das City of Birmingham Symphony Orchestra (CBSO) und der CBSO Chorus haben nun ihre Teilnahme für heuer abgesagt. Die Festspiele können zwar aufgrund von Sonderregelungen alle Künstlerinnen und Künstler in die Mozartstadt holen, bei der Rückkehr nach Großbritannien gelten jedoch die dortigen Quarantäne-Bestimmungen, weshalb es nun zur Absage der beiden Ensembles kam.

Betroffen ist das Eröffnungskonzert der diesjährigen Ouverture spirituelle am Sonntag, 18. Juli, teilte das Festival am Donnerstagnachmittag mit. Als Ersatz konnte das Gustav Mahler Jugendorchester engagiert werden. Um das groß besetzte Hauptwerk des Abends, das "War Requiem" von Benjamin Britten, realisieren zu können, hat sich außerdem das ORF-Radio-Symphonieorchester Wien bereit erklärt, 13 Orchestermitglieder zur Unterstützung des Jugendorchesters zur Verfügung zu stellen. Auch der Wiener Singverein hat trotz Urlaubszeit seine Unterstützung zugesagt. Dirigentin bleibt Mirga Gražinyte-Tyla. In der neuen Konstellation wird es allerdings zu einer kleinen Programmänderung kommen: Anstelle von "Friede auf Erden" von Arnold Schönberg wird die Choralkantate "Verleih uns Frieden gnädiglich" von Felix Mendelssohn vor dem "War Requiem" erklingen.

The Tallis Scholars kommen auch nicht

Eine weitere Absage ereilte die Festspiele vom Vokalensemble The Tallis Scholars aus demselben Grund. Einspringen wird das Vokalensemble Cinquecento, das aus fünf Sängern aus fünf verschiedenen europäischen Ländern besteht. Das Ensemble greift das geplante Programm mit der "Missa L'homme armé super voces musicales" von Josquin Deprez auf und ergänzt es durch weitere "L'homme armé"-Vertonungen, durch Werke aus der Gregorianik sowie weitere Werke von Josquin Deprez, dessen 500. Todestag dieses Jahr begangen wird.

Und schließlich gab das Festival die Verschiebung des für 9. August geplanten Liederabendes mit Asmik Grigorian und Markus Hinterhäuser auf 2022 bekannt. Reisebeschränkungen, Lockdowns und Projektverschiebungen hätten für die beiden Künstler die gewissenhafte Vorbereitung nicht zugelassen. Eine Ersatzveranstaltung an diesem Tag gibt es nicht.