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Quergeschrieben

20 Jahre nach 9/11: Der „neue Puritanismus“ bedroht die Freiheit

Der Opfer des Terroranschlages gedenkt man am würdevollsten, indem man das Erbe der Aufklärung dort verteidigt, wo es heute in Gefahr ist.

Als vor 20 Jahren muslimische Terroristen entführte Passagierflugzeuge ins New Yorker World Trade Center und das Pentagon in Washington steuerten und dabei knapp 3000 Menschen töteten, wurde dies durchwegs als Angriff auf unsere liberale Gesellschaft und ihre Werte interpretiert, die jenen des Islam, vor allem in seiner konservativen Lesart, diametral entgegenstehen. Nicht nur Gebäude und die darin befindlichen Menschen wurden demnach attackiert, sondern auch das Recht auf freie Rede, der Säkularismus, die Gleichberechtigung von Mann und Frau und all die anderen Errungenschaften einer Aufklärung, die der islamischen Welt bis heute fremd ist und wohl noch lang fremd bleiben wird. Es war ein Angriff auf die Freiheit.