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Argentinien

Satte Ohrfeige für den Kirchner-Clan

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APA/AFP/TELAM/MAXIMILIANO LUNA
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Die regierenden Peronisten mussten bei Vorwahlen eine Niederlage einstecken. Der Sündenbock ist gefunden: Finanzminister Guzmán steht vor der Ablöse.

Argentiniens Präsident Alberto Fernández sieht schweren Zeiten entgegen. Die Kandidaten seiner peronistischen „Front aus allen“ haben bei den Vorwahlen am Sonntag eine dramatische Niederlage eingefahren. In 18 der 24 Provinzen des Landes verloren die Regierungsvertreter, darunter in der Provinz Buenos Aires, wo 40 Prozent der Wähler leben.
Das Mitte-Rechts-Bündnis „Gemeinsam für den Wandel“ konnte seine Machtzentren halten und ausbauen, etwa die Hauptstadt Buenos Aires sowie die Provinzen Córdoba und Mendoza. Aber die Bürgerlichen konnten auch in peronistisch geprägten Gebieten obsiegen, in Chaco, La Pampa, Feuerland, Misiones. Symbolisch war der Oppositionssieg in der dünn besiedelten Südprovinz Santa Cruz, die seit drei Jahrzehnten der Kirchner-Clan dominiert. Sollten die Halbzeitwahlen am 14. November, bei denen die Hälfte der Mandate im Kongress und ein Drittel der Senatssitze bestimmt werden, ähnlich enden, verlöre die Regierung ihre Mehrheit im Senat und müsste im Kongress auf die Hilfe anderer Parteien zählen, um überhaupt Sitzungen abhalten zu können.