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Interview

Palästinensische Vize-Außenministerin: „Österreichs Aktion war schockierend“

Amal Jadou beim Interview in WienDie Presse/Clemens Fabry
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Die palästinensische Vize-Außenministerin Amal Jadou über die Zukunft des Nahost-Friedensprozesses, Israels neuen Hardliner-Premier Bennett und die österreichischen Solidaritätsbekundungen mit Israel während des Gaza-Konflikts.

Die Presse: Während des Gaza-Konflikts im Mai hat Österreich aus Solidarität mit Israel auf dem Kanzleramt und dem Außenministerium die israelische Flagge gehisst. Wie ist diese Aktion bei Ihnen angekommen?

Amal Jadou: Es war schmerzhaft, eine Regierung einseitig agieren zu sehen, die traditionell für ihre ausgewogenen und neutralen Positionen bekannt ist. Für uns sah es so aus, als ob Österreich mit der Tradition bricht. Wir waren immer Freunde des österreichischen Volkes. Das war schockierend, und wir waren sehr enttäuscht. Es war auch nicht sehr hilfreich für die Perzeption von Österreich – nicht nur in Palästina, sondern in der ganzen arabischen Welt.

Kann Österreich noch neutraler Vermittler sein?