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Debatte

„Ein Impfzwang ist ethisch und politisch fatal“

Dass sie „geimpft“ ist, trägt hier Kathy Hochul zur Schau, die Gouverneurin des Staates New York. Eine Halskette als Sinnbild des „Homo hygienicus“.REUTERS
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Der deutsche Philosoph Matthias Burchardt warnt vor dem „Homo hygienicus“ – einem dauerhaften Wandel in unserem Menschenbild als Folge der Corona-Maßnahmen. Und er kritisiert die Digitalisierung in den Schulen.

Die Presse: Guten Tag, Herr Burchardt . . .

Matthias Burchardt: Ich habe mich gerade unglaublich gefreut, dass Sie mir die Hand gegeben haben. In Deutschland ist mir das in den letzten eineinhalb Jahren nicht passiert. Diese Geste ist verschwunden, vielleicht für immer.

Grüßen Sie mit der Faust, dem Ellbogen?

Die Ersatzgesten sind herzlich gemeint, aber anders konnotiert. Die Faust ist eine kriegerische Geste, der Ellbogen gehört zur Ellbogengesellschaft. Das muss überspielt werden. Die Lücken zeigen ständig an: Wir leben in einer Ausnahmesituation. Mir macht Sorgen, dass ein Stillstellen des sozialen Lebens mit einer Ultima-Ratio-Logik gerechtfertigt wird: im Zweifelsfall für die Hygiene.

Was soll an Hygiene schlecht sein?