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Kompetenzgewinn

Lehrlinge, geht ins Ausland!

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2027 sollen jährlich 2000 Lehrlinge ein Auslandspraktikum machen.

Lehrlinge sollen im Zuge ihrer Ausbildung künftig öfter ins Ausland gehen. So lautet das gemeinsame Ziel der zuständigen Ministerien, der Wirtschaftskammer WKÖ und des Österreichischen Austauschdienstes OeAD, besser bekannt als Organisator von Erasmus und Erasmus+. Zum Vergleich: In Österreich haben etwa 20 Prozent der Studierenden Auslandserfahrung, 15 Prozent der Schüler, aber nur drei Prozent der Lehrlinge.

Deren Zahl soll nun bis 2027 auf 2000 erhöht werden. Dafür wird auch das Budget von Erasmus+, dem OeAD-Programm für Lehrlinge, nahezu verdoppelt. Bei einem Auslandsaufenthalt bekommen die Betriebe nun das Bruttogehalt ihrer Lehrlinge ersetzt, es gibt Zuschüsse auf Reise- und Aufenthaltskosten, gratis 14-Tages-Sprachkurse und 15 Euro Taschengeld pro Tag.

Zeitgleich wurde die bislang niedrige Lehrlingsmobilität in einer Studie beleuchtet (Details: Seite K7). Es fehlt in Lehrbetrieben, Berufsschulen, bei Lehrlingen, Ausbildern und Eltern an Information über Möglichkeiten und Nutzen. Betriebe, die noch nie Lehrlinge ins Ausland geschickt haben, bemängeln vor allem deren Arbeitsausfall. Betriebe hingegen, die schon Erfahrungen haben, loben Selbstständigkeit und Praxisgewinn und stehen dem Thema durchwegs positiver gegenüber.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 9. Oktober 2021)