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Todesfall

Vorarlberger Bildhauer Herbert Albrecht verstorben

Der aus dem Bregenzerwald stammende Bildhauer zählte zu den bedeutendsten zeitgenössischen Bildhauern Österreichs.

Der aus dem Bregenzerwald stammende Bildhauer Herbert Albrecht ist tot. Der renommierte Künstler ist am vergangenen Wochenende im 95. Lebensjahr verstorben, wie das Land Vorarlberg am Montag bekannt gab. Albrecht habe zu den bedeutendsten zeitgenössischen Bildhauern Österreichs gezählt, würdigten Landeshauptmann Herbert Sausgruber und Kulturlandesrätin Barbara Schöbi-Fink (beide ÖVP) sein Wirken.

Zu Albrechts bekanntesten Arbeiten gehören die in den Jahren 1959 bis 1962 geschaffene Monumentalplastik an der Eingangsseite der Klosterkirche Mehrerau in Bregenz, die Mutterfigur beim Autobahnrastplatz Frutz (1976), die Bronzeplastik beim Juridicum in Wien (1984), die Bronzeskulptur am Bregenzer Hafen (2011) sowie die Bronzeplastik "Doppelkopf" in Wolfurt (2020). Im September 2017 widmete ihm das Kunsthistorische Museum Wien (KHM) anlässlich seines 90. Geburtstags eine Ausstellung, in der 27 seiner Werke gezeigt wurden. KHM-Direktorin Sabine Haag sprach damals von einer "unglaublichen Lebensleistung". Vom Land Vorarlberg wurde der am 7. Februar 1927 geborene Künstler unter anderem mit dem Silbernen Ehrenzeichens (1986) ausgezeichnet, nur ein Jahr später erhielt er den Internationalen Kunstpreis des Landes. 2002 wurde ihm das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse der Republik Österreich verliehen.

Wallner unterstrich die "enorme schöpferische Energie" und "künstlerische Vitalität" des Verstorbenen, der die Kunstgewerbeschule in Innsbruck sowie die Akademie der Bildenden Künste in Wien als Schüler von Fritz Wotruba absolvierte. Weiters würdigte der Landeshauptmann die "ungebrochene Schaffenskraft bis ins hohe Alter, die auf ganzer Linie überzeugt". Vom künstlerischen Schaffen und vom Namen Herbert Albrecht profitiere der Kunst- und Kulturstandort Vorarlberg im Ganzen, weil er in das Blickfeld einer interessierten internationalen Öffentlichkeit gerückt werde, sagte Schöbi-Fink.

(APA)