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ÖSV-Shootingstar Svancer bereit für mehr

Svancer in Chur.Fis SmugMug
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In seinem ersten Freestyle-Weltcup für Österreich hat der gebürtige Tscheche gleich gewonnen.

Der Ski-Weltcupreigen im Olympia-Winter hat am Freitag für Österreichs Sportler einen frühen Paukenschlag gebracht. In seinem ersten Freestyle-Weltcup für Österreich hat der gebürtige Tscheche Matej Svancer im Big-Air-Bewerb in Chur gleich gewonnen und damit mehr als die halbe Miete für eine Teilnahme bei den Peking-Spielen in der Tasche. Lukas Müllauer sorgte als Siebenter dafür, dass sich überhaupt erstmals bei den Männern zwei ÖSV-Aktive in einem Finale platziert haben.

Die Schlagzeilen gehörten aber ganz klar Svancer, mit 99,00 Punkten kam der erst 17-Jährige noch dazu auf eine absolute Top-Bewertung. ÖSV-Coach Roman Kuss wies zwar darauf hin, dass man von solchen Scores nun nicht immer ausgehen kann. Doch andererseits zeige das Ergebnis aus der Schweiz die Stärken des Shooting-Stars der Freestyle-Szene. Kuss: "Matej zeichnet seine Coolness, sein Fokus und seine Zielstrebigkeit aus, auch sein Bewegungstalent, sein Körpergefühl und seine Körpersprache."

Der Trainer hob auch hervor, dass Svancer neue Trainingsinputs sehr schnell umsetzen könne. "Er tut sich leichter im Erlernen neuer Sachen, er arbeitet aber auch sehr hart dafür." Die Schule soll dabei allerdings nicht vernachlässigt werden, die Matura im Skigymnasium Saalfelden wird Svancer plangemäß im Frühjahr 2023 ablegen. "Wir haben das mit seiner Mama abgeklärt, dass die schulische Ausbildung genauso wichtig ist", sagte Kuss.

Nun voll ins rot-weiß-rote Weltcup-Team integriert, sei das neben der Ausbildung für Svancer derzeit eine "toughe Zeit", wie Kuss meinte. "Matej ist aber schon Profi genug, dass er sich der Schule widmet, wenn er einmal drei Stunden Pause vom Sport hat." Für die zu erwartende steigende Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und vor allem der Medien näher zu Olympia hin, sieht Kuss Svancer gerüstet. "Er ist auch da eine coole Socke. Aber grundsätzlich überlegt er auch im Umgang mit Medien."

Der Junioren-Weltmeister im Big Air und im Slopestyle würde auch bei den China-Spielen noch als 17-Jähriger auftreten, erst am 26. März wird er 18 Jahre alt. Weiter auf Weltcup-Ebene geht es für den gebürtigen Prager und seine Teamkollegen am 19./20. November in Neustift im Stubaital mit einer Slopestyle-Konkurrenz, der nächste und auch schon letzte Weltcup-Big-Air der Saison ist für 3./4. Dezember in Steamboat Springs angesetzt.

(APA)