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Anstellen für einen PCR-Test in Peking.
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Coronavirus

„Null-Covid“-Politik: China hortet Essen für Lockdown

Pekings „Null-Covid“-Politik erfordert immer drastischere Maßnahmen. Die Nervosität der Staatsführung hat mit den kommenden Olympischen Winterspielen zu tun.

Am Dienstag sorgte eine Benachrichtigung des Pekinger Handelsministeriums für Beunruhigung. Darin rief die Regierung ihre Bevölkerung dazu auf, für die kommenden Wintermonate ausreichend Grundnahrungsmittel zu horten. Die „China Economic Daily“, das Propagandaorgan der Kommunistischen Partei, lieferte die Erklärung nach: Man wolle lediglich sicherstellen, dass die Menschen während der Lockdowns ausreichend Reis und Gemüse zur Verfügung haben. Tatsächlich haben sich die Lebensmittelpreise in China während der letzten Tage teilweise mehr als verdoppelt, was auch an den massiven Logistikbeschränkungen liegt.

So streng wie jetzt waren die Maßnahmen in China seit Ausbruch der Pandemie in Wuhan nicht mehr. Dabei hat das Land in den letzten Monaten ein gutes halbes Dutzend Infektionsstränge der Delta-Variante nach dem immer gleichen Drehbuch eindämmen können: gezielte Lockdowns, geschlossene Grenzen, Massentests und strenge Quarantäneregeln. Doch seit rund zwei Wochen haben die hochnervösen Behörden ihre „Null-Covid“-Maßnahmen noch einmal deutlich verschärft.

Strenge Kontrolle bei Peking-Einreise

Nirgendwo ist dies stärker zu spüren als in der chinesischen Hauptstadt. Diese hat ihre bislang strengsten Ein- und Ausreisebeschränkungen seit dem Frühjahr 2020 eingeführt: Wer aus einem Ort anreist, in dem während der letzten 14 Tage auch nur eine einzige Infektion registriert worden ist, wird kategorisch abgewiesen. Dabei sind Chinas Coronazahlen im internationalen Vergleich überaus gering: Seit Mitte Oktober haben die Provinzen in China noch nicht einmal 600 lokale Ansteckungen gezählt. Rund 50 sind es pro Tag. Hochgerechnet auf 1,4 Milliarden Chinesen ist dies geradezu vernachlässigbar.