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Klima

Kein Platz für grüne Energie: Wohin mit all den Windrädern?

In manchen Gemeinden geht es ganz schnell. Andere stemmen sich jahrelang gegen den Ausbau der klimafreundlichen Windkraftanlagen.
In manchen Gemeinden geht es ganz schnell. Andere stemmen sich jahrelang gegen den Ausbau der klimafreundlichen Windkraftanlagen.imago images/Olaf Döring
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Der Ausbau erneuerbarer Energien stockt – auch in Österreich. Machen wir weiter wie bisher, verfehlen wir alle Ziele klar, warnen Unternehmen und fordern kürzere Verfahren. Die Politik aber zögert.

Wien. Der Wein ist gut in der französischen Champagne – der Wind auch. Dass sich diese Kombination nicht unbedingt gut verträgt, muss gerade der heimische Windparkbetreiber WEB erfahren. Seit Jahren versucht das niederösterreichische Unternehmen, zig Kilometer entfernt vom Weingut eines renommierten Champagnerherstellers Windräder aufzustellen. Doch der Blick auf die Rotorblätter zerstöre das Unesco-Weltkulturerbe der Region, argumentiert der Eigentümer und trieb den Fall so bis vor das Höchstgericht. Frankreich ist kein Einzelfall. „So etwas erleben wir auch in Österreich“, sagt WEB-Vorstand Michael Trcka zur „Presse“.

Auch hier dauere es oft viele Jahre, bis klar sei, ob die politisch hofierten Energiewende-Projekte gebaut werden können.
Das ist ein gewaltiges Problem – und zwar nicht nur für die betroffenen Unternehmen. So wie die Regierungen am Weltklimagipfel in Glasgow versuchen, das Tempo beim Klimaschutz zu erhöhen, so muss es auch in Österreich schneller gehen. Bis 2030 will das Land 100 Prozent seines Stroms aus erneuerbaren Quellen speisen. Um das zu schaffen, müssen in wenigen Jahren Tausende Windräder und Zigtausende Solarkraftwerke gebaut werden. Nur wohin damit?