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Storage-Tipps

Abstellräume: Platz für Staubsauger, Vorräte und Kleidung

Fast zu hübsch zum Verstecken: Wandnischen eigenen sich hervorragend für Schrankverbauungen.
Fast zu hübsch zum Verstecken: Wandnischen eigenen sich hervorragend für Schrankverbauungen.(c) Getty Images/iStockphoto (sl-f)
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Wohin mit all dem Hab und Gut? Welche Möglichkeiten es auch in kleinen Wohnungen gibt, warum man um sorgfältige Planung nicht umhinkommt, und wie groß ein Abstellraum eigentlich sein sollte.

Kleiner Raum, ganz oho: Abstellräume sind bei der Wohnungswahl selten der erste Punkt der Besichtigung. Doch im Alltag spielt die Stauraumkapazität eine wichtige Rolle bei der Wohnqualität: Der Staubsauger im WC ist ebenso wenig attraktiv wie das an den Schlafzimmerschrank gelehnte Bügelbrett. Auch Vorräte müssen irgendwie untergebracht werden, ohne zur Stolperfalle zu werden.

• Stockwerk-„Keller“: Idealerweise nicht im Keller, sondern in der Wohnung. Dabei spielt nicht nur die Bequemlichkeit eine Rolle: „Keller sind Angsträume“, weiß Gerhard Moser, Leiter Projektentwicklung bei der Arwag Holding. Sofern es die Baukörperkonfiguration zulasse, schaffe er daher statt der Kellerabteile Abstellmöglichkeiten in den einzelnen Stockwerken. „Damit liegen sie näher zur Wohnung, sicherer und bequemer“, sagt Moser.

Abstellräume: Der Klassiker für jede Wohnung ist Moser ebenfalls sehr wichtig: „Bei größeren Wohnungen sind die Abstellräume zwischen zwei und vier Quadratmeter groß, bei kleineren 1,5 bis zwei Quadratmeter“, erzählt Moser. In Smart-Wohnungen allerdings seien nur Abstellnischen möglich. Verpflichtend sind Abstellräume übrigens im Salzburger Bautechnikgesetz vorgesehen. In Wohnungen mit bis zu drei Wohnräumen sowie in Kleinstwohnungen müssen diese mindestens zwei, in Wohnungen mit mehr als drei Wohnräumen mindestens drei Quadratmeter groß sein.

• Garderoben:
Darüber hinaus ist auch außerhalb der jeweiligen Wohneinheit eine in einem Raum gelegene Abstellgelegenheit vorzusehen, die bei Wohnungen mit bis zu drei Wohnräumen mindestens drei und bei Wohnungen mit mehr als drei Wohnräumen mindestens fünf Quadratmeter groß sein muss. Das, sowie das Vorhandensein von Licht und Belüftungsschlitzen in den Türen, sind aber auch die einzigen Vorgaben, die es für Abstellräume gibt.

• Ecken nutzen: Damit tatsächlich alles, was in den Abstellräumen verschwinden soll, darin untergebracht werden kann, ist gute Planung bei der Einrichtung gefragt. Denn einfach ein paar Regale in den Raum zu stellen, kann kostbaren Stauraum vergeuden. Etwa dann, wenn die Ecken nicht ausgenützt werden. „Leider wird auf Planung bei der Einrichtung des Abstellraums aus Kostengründen öfter verzichtet“, sagt Christian Pasteiner, Produktmanager bei Kika/Leiner.

• Schrankräume: Aber nicht nur Haushaltsutensilien sollen ordentlich verstaut werden, Gleiches gilt für die Garderobe der Bewohner. Schrankräume und begehbare Kleiderschränke erfreuen sich somit großer Beliebtheit. Um den dafür erforderlichen Platzbedarf zu eruieren, empfiehlt Margit Max, Marketingleiterin bei P. Max, vorab zu analysieren, wie viel an Garderobe zum Hängen und Falten untergebracht werden muss. „Dazu misst man die vorhandenen Kästen und Fächer ab“, sagt Max. Eine Idealgröße dafür gebe es nicht. „Es gibt keine goldene Regel, wir halten uns an die Kundenwünsche“, erklärt Max.
Das gelte auch für Fragen nach dem Einbau eines Tresors oder nach einer Möglichkeit, um Snowboard oder Ski im Schrankraum zu verstauen. „Im Trend sind derzeit glatte Fronten ohne Griffe, die wie eine Wand aussehen“, sagt sie. Fenster sind für den Schrankraum übrigens nicht unbedingt notwendig. Es geht dank ausgeklügelter Beleuchtungskonzepte mit direktem und indirektem Licht auch ohne.

• Überbaute Türen: Eine Variante, um nicht so häufig benötigte Dinge unterzubringen, sei auch die Überbauung von Türen. „Das ist gerade in Städten eine begehrte Lösung“, erzählt Max. Pasteiner hat in Zusammenhang mit raumhohen Lösungen noch einen Tipp parat: „Wenn man eher kleiner ist oder der Raum sehr hoch, sollte man sich überlegen, ob man tatsächlich die volle Raumhöhe ausnützt. Schließlich braucht man dann jedes Mal eine Leiter.“

• Nischen, Schrägen, Laden:
Stauraum kann man aber auch noch andernorts schaffen: „Betten mit Bettzeugladen sind aktuell wieder sehr gefragt“, weiß Pasteiner. Auch unter Stiegen, Dachschrägen oder in Nischen lässt sich Platz zum Verstauen schaffen. „Da kommt man aber um Maßanfertigungen kaum herum“, sind Max und Pasteiner überzeugt.

STORAGE

Stauraum-Bedarf ist unterschiedlich, um Platz für Staubsauger, Vorräte und Kleidung kommt aber auch ein Minimalist nicht herum. Wer luftige Räume schätzt, aber seinen Besitz nicht minimieren möchte, kann auch Storage-Lösungen außer Haus mieten – sinnvoll bei selten gebrauchten Utensilien oder Möbeln.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.11.2021)