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Zwischenbilanz

Post verschickt mehr Pakete in der Türkei als in Österreich

PRESSETERMIN OeSTERREICHISCHE POST AG 'LOGISTIKZENTRUM DER ZUKUNFT - POST TESTET AUTONOME HOFLOGISTIK'
APA/GEORG HOCHMUTH
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Die Österreichische Post blickt zufrieden auf die ersten neun Monate des heurigen Jahres zurück. Für das Weihnachtsgeschäft erwartet der teilstaatliche Konzern jedoch nicht mehr ganz die Dynamik des Vorjahres.

Die Österreichische Post blickt zufrieden auf die ersten neun Monate des heurigen Jahres zurück. Erwartungsgemäß sehr gut gelaufen ist das Paketgeschäft, einen wesentlichen Anteil daran trägt die Posttochter Aras Kargo in der Türkei, wo inzwischen mehr Pakete ausgeliefert werden als am Heimatmarkt des Mutterkonzerns. Gleichzeitig steigt die Konkurrenz hierzulande. Der US-Paketriese Amazon hat inzwischen fünf Prozent des Gesamtmarktes erobert, Tendenz steigend.

Corona als größte Hürde

Besondere Herausforderungen merkt die Post in den Corona-Hotspots Oberösterreich und Salzburg, wo es zu vermehrten Infektionsfällen gekommen ist. Eine Clusterbildung wie zu Beginn der Pandemie in Verteilzentren habe es seitdem nicht gegeben. Die Post sei bestrebt, die wenigen Zeitarbeitskräfte und die teilweise ausgelagerte Zustelllogistik verstärkt ins eigene Haus zu holen. Klare Worte fand Pölzl auch auf die Nachfrage, ob er für eine Corona-Impfpflicht ist. "Ja", begonnen werden sollte in den kritischen Bereichen. In der Post seien konzernweit mit Stand Oktober rund 80 Prozent der Belegschaft geimpft, in der Zentrale deutlich über 90 Prozent. Die Post werbe aktiv für den 3. Stich und setze auch einen eigenen Impfbus ein.

Aufstocken und Investieren lautet das Motto

Anlass der heutigen Pressekonferenz waren die Geschäftszahlen von Jänner bis September. Das Betriebsergebnis (EBIT) legte im Jahresvergleich um 76,9 Prozent auf 144 Millionen Euro zu, der Umsatz erhöhte sich um 22,2 Prozent auf 1,83 Milliarden Euro. Für das heurige Gesamtjahr wird ein EBIT-Anstieg von 25 Prozent, und ein Umsatzplus von 15 Prozent erwartet.

"Wir haben einen starken operativen Cash Flow und ein starkes robustes Geschäft - aber auch ordentlich investiert", so Postchef Georg Pölzl heute bei der Präsentation der Zahlen für das dritte Quartal 2021. Kräftig aufgestockt wird auch das Personal, unter anderem sollen bis zu 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Alter von 50 Jahren und darüber über eine Kooperation mit dem AMS im Bereich der Langzeitarbeitslosen und Beschäftigungslosen rekrutiert werden. Auch sollen für das Weihnachtsgeschäft verstärkt die "Sommerpostler" angesprochen werden, also die Aushilfskräfte für die Sommersaison. Junge Zustellerinnen und Zusteller werden mit einem Gratisführerschein gelockt.

 

(APA)