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Pizzicato

Brumm-Boris und Pu, der Bär

Unbestritten: Boris Johnson hat viel am Hut. Würde er wie Winston Churchill einen tragen, wäre sein Haar weniger zerzaust. Churchill hatte viel im Kopf und wenig darauf. Nur so nebenbei.

Den Premier treibt jedenfalls viel um, privat wie politisch. Zwei Ex-Frauen, sechs Kinder, eine schwangere Frau und ein Vater, der von einer Parteifreundin jüngst als Grapscher enttarnt wurde, fordern ihren Tribut. Als wäre das nicht genug: Von Tory-Hinterbänklern droht ihm in der Lobbying-Affäre eine Revolte. Daneben gilt es, das Königreich zusammenzuhalten – und die Umwelt zu retten.

Wie ein Wirbelwind saust BoJo durchs Land, und manches gerät dabei durcheinander. In einer erratischen Rede vor Wirtschaftsbossen stilisierte er sich erst zu Moses und dann zu Lenin, imitierte – „Brumm Brumm“ – Motorengeräusche und schwärmte von einem Besuch mit Söhnchen Wilfred, dem Lockenkopf, im Themenpark Peppa Pig World. Die Comics-Serienfigur Peppa Pig als Inspiration? Wer möchte mit einem Schweinchen verglichen werden? Dann lieber „Winnie-the-Pooh“, der Kinderbuchklassiker. Der Ex-Vorsitzende der Oxford Union, des legendären Debattierklubs, und selbst ein Bär von einem Mann, sollte wohl eher aus „Pu der Bär“ zitieren, wenn er das nächste Mal den Faden verliert. Boris und Bär – das passt auch lautmalerisch besser zusammen. (vier)

Reaktionen an: thomas.vieregge@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.11.2021)

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