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Automobilindustrie

VW-Machtkampf setzt sich fort: Keine Einigung über Diess-Zukunft

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Der Aufsichtsrat traf am Dienstag keine Entscheidung zur Zukunft des VW-Chefs. "Das Thema ist so heiß, es steht Spitz auf Knopf“.

Im Machtkampf bei Volkswagen hat das Präsidium des Aufsichtsrats Insidern zufolge am Dienstag keine Entscheidung getroffen. Die Mitglieder des paritätisch besetzten Führungszirkels, der Sitzungen des größeren Kontrollgremiums vorbereitet, seien nach vierstündigen Beratungen gegen 22 Uhr auseinander gegangen, sagte eine Person mit Kenntnis der Gespräche der Nachrichtenagentur Reuters.

Spekulationen über möglichen Nachfolger 

Zur Zukunft von Konzernchef Herbert Diess sei keine Entscheidung gefallen. "Das Thema ist so heiß, es steht Spitz auf Knopf. Ich kann dazu nichts sagen", sagte der Insider. Eine andere Person erklärte: "Es gibt wie erwartet nichts Neues.“ Das Aufsichtsratspräsidium war am Abend in Präsenz zusammengekommen, um weiter über Einigungsmöglichkeiten zu beraten. Gesucht werde ein Kompromiss, mit dem alle Seiten leben könnten, hatten mehrere Eingeweihte gesagt. Dafür seien wahrscheinlich weitere Gespräche nötig. Das Verhältnis zwischen dem Konzernchef und den Arbeitnehmern gilt als schwer beschädigt, seit im September Überlegungen über einen möglichen Abbau von bis zu 30.000 Arbeitsplätzen öffentlich wurden.

Der Betriebsrat sieht darin einen Bruch von Vereinbarungen. Die Arbeitnehmer verlangen, dass Diess sie einbindet und sich an die in Wolfsburg geltende starke Mitbestimmung hält. Eine Einigung dürfte auch davon abhängen, dass Diess seinen Führungsstil ändert. Seit einigen Wochen wird bereits über mögliche Nachfolger an der Spitze von Europas größtem Autobauer spekuliert.

(APA)