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Kaltfront

Der Winter kommt: Schnee in ganz Österreich

"Der Winter naht" nicht nur in der Serie Game of Thrones, sondern auch in ganz Österreich.
"Der Winter naht" nicht nur in der Serie Game of Thrones, sondern auch in ganz Österreich.Die Presse
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Heute ist es zum ersten Mal in diesem Herbst auch im Osten Österreichs wieder so weit. In weiten Teilen von Wien, Niederösterreich, Oberösterreich und dem Burgenland fallen die ersten Schneeflocken des Jahres.

„Es schneit!!!“ – „Bei mir auch!“ – So oder so ähnlich sehen heute, Freitag, wohl wieder diverse Gruppenchats in Österreich aus. Weite Teile im Osten des Landes zeigten sich heute Vormittag schon leicht angezuckert, anderorts wird er im weiteren Verlauf des Tages noch erwartet. Jedes Jahr ist es dasselbe Spiel und trotzdem ist der erste Schnee in der kalten Jahreszeit immer wieder aufs Neue ein Ereignis. Kinderaugen beginnen angesichts der glitzernden Pracht zu leuchten und auch so mancher Familienvater lässt sich angesichts der Bilder in der WhatsApp-Familiengruppe vielleicht zu einem verträumten „Schööön“ hinreißen.

Kaltfront aus Nordeuropa

Insbesondere Wien und Niederösterreich hält der Winter heute erstmals in seinem eisigen Bann, den die Kälte aus Nordeuropa und ein feuchtes Adriatief mit sich bringen. In beiden Bundesländer werden heute den ganzen Tag über Schnee, Graupel und gefrierender Regen erwartet. Die weiße Front zieht sich im Osten bis in die niederen Lagen. Im Wiener Becken sind bereits am Vormittag Regenfälle niedergegangen, die sich über den Vormittag in Schnee verwandelt haben. Auch im nördlichen Burgenland, im Norden der Steiermark, im östlichen Oberösterreich und in weiten Teilen Kärntens soll es heute noch ausgiebigen Niederschlag geben.

In Tulln an der Donau (NÖ) lag bereits am Vormittag reichlich Schnee.
In Tulln an der Donau (NÖ) lag bereits am Vormittag reichlich Schnee.Paul Riedl

In Wien kommt der erste Schnee scheinbar jedes Jahr wieder überraschend. Überfüllte Straßen und verspätete Busse sind quasi vorprogrammiert. Die MA 48, die in Wien auch für die Räumung der Straßen zuständig ist, hat bereits Anfang November ihre Fahrzeuge auf Tauglichkeit getestet, um auf die neue Situation in der Bundeshauptstadt vorbereitet zu sein. „Bis zu 1400 bestens geschulte MitarbeiterInnen sowie insgesamt 301 (eigene und private) Räum- und Streufahrzeuge stehen zur Verfügung. Bei einem Anfang November erfolgreich durchgeführten Probealarm konnte die Einsatzfähigkeit der Fahrzeuge festgestellt werden“, heißt es in einer Aussendung der Magistratsabteilung.

Auch der Bezirk Mödling (NÖ) zeigt sich am Vormittag leicht angezuckert.
Auch der Bezirk Mödling (NÖ) zeigt sich am Vormittag leicht angezuckert.Die Presse (Valerie Heine)

Das Wochenende bleibt verschneit

Am Donnerstagabend hatte die Asfinag noch vor Glatteis auf den Straßen gewarnt. „Es gilt höchste Vorsicht bei Fahrten in den betroffenen Bereichen und auf ausreichend Sicherheitsabstand und Geschwindigkeit achten“, hieß es vonseiten der Verkehrsaufsichtsbehörde. Insbesondere in höheren Lagen wie auf dem Brenner wurden gefährliche Straßenbedingungen durch gefrierenden Regen erwartet. Die Prognosedaten der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) zeigen aktuell ein etwas anderes Bild. Weder heute, noch in den nächsten Tagen wird laut Wetterkarte Glatteis erwartet. Bei nassen und rutschigen Straßenbedingungen ist natürlich trotzdem Vorsicht geboten.

Im 18. Wiener Gemeindebezirk blieb der Schnee ebenfalls liegen.
Im 18. Wiener Gemeindebezirk blieb der Schnee ebenfalls liegen.Die Presse (Barbara Steinbrenner)

Die Kaltfront wandert laut Prognose der ZAMG in den nächsten 24 Stunden westwärts. Morgen, Samstag, wird insbesondere in Salzburg, Tirol und Vorarlberg, sowie im Westen Kärntens Neuschnee erwartet. Den meisten Sonnenschein gibt es noch an der Nordseite der Alpen. Am Sonntag wird sich der Schnee vor allem in tiefen Lagen in Regen verwandeln. Tagsüber gibt es in ganz Österreich ein Potpourri aus Wolken, Sonne und einigen Schnee- oder Regenschauern. Die Schneefallgrenze schwankt auch am Wochenende stark und wird laut Prognose zwischen tiefen Regionen und 1000 Metern liegen.

Auch die Tiroler Brantlalm könnte sich morgen wieder im weißen Kleid zeigen.
Auch die Tiroler Brantlalm könnte sich morgen wieder im weißen Kleid zeigen.Eva Fuchs