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Strom

Preise erhöhen klingt leichter, als es ist

(c) imago images/STPP (via www.imago-images.de)
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Die Strompreise werden sich auch 2022 nicht entspannen, sagt die Österreichische Energieagentur. Viele Versorger ziehen die Preise an – und riskieren die Konfrontation mit ihren Kunden.

Wien. Mit Anfang Dezember haben weitere acht Stromlieferanten ihre Preise erhöht. Sie sind nicht die einzigen. Die meisten Energieversorger müssen ihren Haushaltskunden gerade erklären, warum auch sie nach dem Preisschock an Europas Strombörsen künftig höhere Rechnungen schicken werden. Einige Lieferanten machen sich die Mühe erst gar nicht – und kündigen ihren Abnehmern gleich die Verträge. Die Beziehung zwischen Energiekonzernen und Kunden wird auf die Probe gestellt.

Grund für all das ist der steile Anstieg der Strom- und Gaspreise im europäischen Großhandel. Aktuell kostet eine Megawattstunde Elektrizität dort mehr als 200 Euro. Das ist drei Mal so viel wie noch zu Jahresbeginn. Und 2022 wird das Jahr werden, in dem diese Entwicklung auch die Konsumenten zu spüren bekommen.

Im europäischen Vergleich bezahlen österreichische Haushaltskunden nicht sonderlich viel für ihren Strom, sagt Karina Knaus, Volkswirtin bei der Österreichischen Energieagentur (AEA), zur „Presse“. Sie hat im Auftrag der Branchenlobby Österreichs Energie eine Studie erstellt, die den Gründen für die Preiserhöhungen nachspüren und einen Ausblick auf 2022 geben soll.