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Interview

Udo Kier: „Ich bin ein Hamsterer“

Udo Kier
Udo KierMichele Pauty
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Er war einer der schönsten Männer der 1960er und 1970er. Nun, mit 77, spielt Udo Kier seine erste Hauptrolle in Hollywood. Ein Gespräch über eine Jugend in Armut, ein Steak für 90 Dollar – und wahren Balsam für eine Männerseele.

Die Presse: Wie ist es dazu gekommen, dass Sie mit 77 erstmals die Hauptrolle in einem amerikanischen Spielfilm übernehmen?

Udo Kier: Der Casting-Agent schlug mich Regisseur Todd Stephens vor. „Swan Song“ (ein Filmdrama über einen gealterten Friseur, der eine kleine Erbschaft bekommt, Anm.) ist sein Herzensprojekt und erster Film in 20 Jahren. Todd besuchte mich zu Hause in Palm Springs. Beim Essen sind Konversationen entspannt, und für mich war es eine wunderbare Gelegenheit, um herauszufinden, ob ich mir eine Zusammenarbeit vorstellen kann oder nicht.


„Swan Song“ ist ein unabhängiger Film, dessen Finanzierung auf ungewöhnliche Weise zustande kam.

Wir haben von meinem Wohnzimmer aus Crowdfunding gemacht. Für mich ist Crowdfunding eine Methode, um jemanden finanziell bei der Verwirklichung seiner Träume zu unterstützen. Ich glaubte an das Projekt und rief zu Spenden auf: „Schickt Geld, sonst können wir ,Swan Song‘ nicht drehen!“ Die ersten hundert Dollar sind Schwerarbeit. Am Ende brachte die Spendenaktion aber beachtliche hunderttausend Dollar als Startkapital ein.


Was sind die auffallendsten Unterschiede zwischen Low-Budget- und Blockbuster-Dreharbeiten?