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Gewürzter Genuss

Lebkuchen - gesünder als gedacht

Lebkuchen haben wohl überraschend gesunde Inhaltsstoffe (Symbolbild).
Lebkuchen haben wohl überraschend gesunde Inhaltsstoffe (Symbolbild).(c) Getty Images (Andreas Rentz)
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Naschen ohne schlechtem Gewissen? Einer Grazer Ernährungsexpertin zufolge ergeben die Zutaten von Lebkuchen ein interessantes Nährstoffprofil.

Gesund und Advent beißt sich ordentlich. Wenn man zu und vor Weihnachten nicht richtig schlemmt, wann dann? Weihnachtsbäckerei kann aber auch gesund sein, weiß eine Ernährungsexpertin der Med-Uni Graz. Anis, Ingwer, Zimt, Muskat, Nelke und weitere exotische Gewürze sorgen für das intensive Aroma von Lebkuchen, der bereits im 13. Jahrhundert als "leb(e)kuoche" bekannt war. Honig als Süßungsmittel, jede Menge Nüsse und Dörrobst sowie die Reihe von Gewürzen machen den Adventbegleiter vergleichsweise nährstoffreich und kalorienarm.

Das gilt ebenso für Kletzenbrot. Die erwähnten Zutaten ergeben Holasek zufolge, ein interessantes Nährstoffprofil: „Da die Süßkraft von Honig und Fruchtzucker höher ist als jene von Haushaltszucker, wird auch erklärbar, warum der Kaloriengehalt dieser Rezepturen sinkt, obwohl das Geschmackserlebnis groß ist“. Außerdem enthalten die gern verwendeten Nüsse leicht verwertbare Proteine, viele Ballaststoffe, ungesättigte Fettsäuren, B-Vitamine, Vitamin E und eine Vielzahl an Mineralstoffen und Spurenelementen. Das mache sie - richtig dosiert - zu einem echten „Superfood“.

Fit und fröhlich

Auch bei Lebkuchen gibt es Rezept-Varianten. Gewisse Zutaten tauchen aber in fast jeder auf: Roggenmehl - mit besonders vielen Ballaststoffen - Eier, Honig und Natron bilden das „Grundgerüst“ fast jeden Lebkuchens. Dazu kommt eine ganze Reihe an Gewürzen, die oft als „Neunerlei Gewürz“ zusammengefasst werden: Zimt, Ingwer, Anis, Muskat, Nelke, Piment, Koriander, Kardamom und Fenchel, die bereits in kleinen Mengen große Wirkung entfalten. Neben der festen Verankerung in unserem Geschmacksgedächtnis und der entsprechenden Verbindung mit angenehmen, gemütlichen Momenten, wirken diese laut Aussendung der Med-Uni Graz auch über die neurophysiologische Ebene hinaus. So wirken die Gewürze etwa entzündungshemmend auf das Fettgewebe und verlangsamen die Aufnahme von Zucker und Fett.

Zu einer bewussten Konsumation wird dennoch geraten. Die vielen gesunden Zutaten seien „kein Freibrief“, um jeden Lebkuchen, der in der Weihnachtszeit angeboten wird, zu verschlingen, sagt Holasek. Vor allem bei solchen mit Zuckerglasur oder Schokoladenüberzug sehe es mit den gesundheitlichen Vorteilen schon wieder ganz anders aus. Schmecken darf es trotzdem!

(apa/red)