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Fahrbericht

BMW X3: Dezente Schönheitsoperation für ein Erfolgsmodell

Der geliftete X3
Der geliftete X3(c) Die Presse/Clemens Fabry (Clemens Fabry)
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BMW hat den X3 geliftet, innen modernisiert und den Antrieb elektrifiziert.

Wien. Der X3 ist eine der Cashcows von BMW. Allein von der dritten Generation hat man (gemeinsam mit dem Coupe X4) mehr als eine Million Stück verkauft. Und diese Generation gibt es erst seit 2017.

Man muss also behutsam sein, wenn man Hand an das Erfolgsmodell anlegt. Und das waren die Designer in München, die den X3 nun einer Schönheitsoperation unterzogen und äußerlich bei der Optik nachgeschärft haben, ohne allzu viel zu verändern.

Vorn wurde die Niere neu gestaltet (und natürlich vergrößert), sie hat nun einen einteiligen Rahmen und einen schwarzen Trennsteg, in dem die Frontkamera untergebracht ist. Die Scheinwerfer verfügen jetzt serienmäßig über Voll-LED-Technologie. Hinten wurden die LED-Rückleuchten schwarz umrandet, sie wurden schmaler, der Blinker ist als Zeile integriert. Sieht insgesamt recht hübsch aus.

(c) Die Presse/Clemens Fabry (Clemens Fabry)

Innen hat BMW die Mittelkonsole der 4er-Reihe übernommen mit der integrierten Start-Stopp-Taste und den verschiedenen Fahrmodi. Dankenswerterweise setzt man in München noch auf Regler und Knöpfe etwa für die Klimaanlage oder – fast schon vergessen – für die Speicherung von Radiosendern. Natürlich kann man das gesamte Auto und verschiedene Apps auch über einen Touchscreen steuern, der optional die Größe eines iPad Pro hat (12,3 Zoll).

Nett: Das integrierte „Relax“-Programm, das auf die Feststellung „Hey, BMW, ich bin gestresst“ mit spezieller Musik und einem Lichtprogramm den Fahrer drei Minuten lang entspannt. Recht hilfreich im Wiener Stadtverkehr (es gibt auch ein „Vitalize“-Programm, das auf die Feststellung „Ich bin müde“ reagiert).

Alle neuen X3-Modelle sind elektrifiziert und haben zumindest eine Mild-Hybrid-Unterstützung. Wir konnten die Plug-in-Hybrid-Version testen (PHEV), die von einem Vierzylinder-Ottomotor und einem Elektromotor an allen vier Rädern angetrieben wird. Die Systemleistung liegt bei 292 PS (215 kW) und kann durch Ausnutzung der Höchstleistung des Elektromotors kurzzeitig um bis zu 41 PS gesteigert werden.

(c) Die Presse/Clemens Fabry (Clemens Fabry)

Der Lithium-Ionen-Akku erlaubt eine elektrisch gefahrene Strecke von nicht ganz 50 Kilometern. Dann ist Schluss und man fährt mit zwei ausgewachsenen imaginären Bayern auf den Rücksitzen spazieren: 180 Kilogramm ist die Plug-in-Version schwerer als das reine Benzinmodell.

Wer öfter auf der Langstrecke unterwegs ist, ist daher mit einem Dieselmodell zweifellos besser bedient. Unser Testverbrauch des PHEV schwankte je nach Ladezustand der Batterie zwischen 3,5 und 8,5 Litern auf 100 Kilometer. Die ausgezeichneten Selbstzünder aus Steyr bleiben im Durchschnitt vermutlich unter sechs Litern.

Startpreis des gelifteten BMW X3 sind 50.800 Euro (Heckantrieb), das PHEV (Allradantrieb) kostet ab 59.950 Euro.

 


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